Facebook: Neuer Hinweis auf eigenen Musik-Streaming-Dienst?

Bastelt Facebook heimlich an einem Musik-Dienst?
Bastelt Facebook heimlich an einem Musik-Dienst?(© 2018 CURVED)

Immer mehr Menschen hören ihre Lieblingssongs über Musik-Streaming-Dienste. Auf den Erfolgszug will Facebook vielleicht auch aufspringen. Der Milliardenkonzern hat mit dem Lizenz- und Verarbeitungsdienst ICE einen Deal geschlossen, der Facebook eine weitere Tür öffnen dürfte.

Die Vereinbarung umfasst die Dienste Facebook, Instagram, Oculus und Messenger und deckt mehr als 290.000 Rechteinhaber aus 160 Nationen ab. WhatsApp, das ebenfalls zum Imperium von Mark Zuckerberg gehört, ist nicht betroffen. Der Deal erlaubt es Facebook und seinen Nutzern beispielsweise, GEMA-Musik in Videos einzubinden und mit Freunden zu teilen. Es ist aber davon auszugehen, dass hinter der Partnerschaft etwas mehr steckt. Der Social-Media-Gigant könnte eine eigene Musik-Streaming-Plattform als Konkurrenz zu Spotify, Amazon Music und Apple Music aufbauen.

Facebook kooperiert mit Musikgiganten

Vor drei Jahren soll Facebook laut The Verge noch behauptet haben, kein Interesse an einem solchen Dienst zu haben. Die zuletzt eingegangene Partnerschaften lassen aber die Vermutung zu, dass sich die Meinung geändert hat. Der Konzern schloss zuletzt bereits unter anderem Deals mit Universal Music, der Sony Music Group und Kobalt. Offizielle Informationen über einen Musik-Dienst gibt es jedoch noch keine.

ICE wurde 2015 als Joint Ventures von den Verwertungsgesellschaften GEMA (Deutschland), PRS for Music (United Kingdom) und STIM (Schweden) gegründet. Das Unternehmen berichtet von insgesamt 40 Lizenzdeals mit einigen der weltweit größten Musik-Streaming-Plattformen. ICE will für Rechteinhaber seit 2016 mehr als 300 Millionen Euro generiert haben.

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