Facebook-Panne: E-Mail-Adressen überschrieben

Oh jeh, da ist Facebook aber ein kapitaler Fehler unterlaufen. Nicht genug, dass das größte soziale Netzwerk ungefragt die im Profil hinterlegten E-Mail-Adressen der Nutzer auf eine Facebook-Adresse umgestellt hat. Nein, wer Facebook auf einem Smartphone oder Tablet nutzt und die Synchronisierung der Kontakte aktiviert hat, bei dem wurden die auf dem Mobil-Gerät gespeicherten E-Mail-Adressen der Kontakte durch die neuen Facebook-Adressen überschrieben. Und Mails, die an diese Adresse gesendet wurden, landeten teilweise im Nachrichten-Ordner von Facebook unter „Sonstiges“, wo sie oftmals untergingen.

Lösung in Sicht

Von diesem Problem sind nicht alle Nutzer betroffen. Facebook hat inzwischen eine offizielle Stellungnahme abgegeben und erklärt, wie es zu dieser Panne kommen konnte:

Die Synchronisierung der Kontakte wird auf Geräten mittels einer API durchgeführt. Für die meisten Geräte haben wir überprüft, dass die API korrekt funktioniert und die primäre E-Mail-Adresse übernimmt, die dem Facebook-Konto zugeordnet ist. Durch einen Bug wurde auf bestimmten Geräten allerdings die letzte E-Mail-Adresse übernommen, die dem Konto hinzugefügt wurde, statt der primären E-Mail-Adresse. Infolgedessen wurde die '@facebook.com'-Adresse übernommen. Wir sind dabei, dieses Problem zu beheben, und werden es bald gelöst haben. Anschließend sollten auch diese einzelnen Geräte die richtigen Adressen übernehmen, erklärte Andrew Bosworth, Director of Engineering bei Facebook.

Wer in seinen Privatsphäre-Einstellungen bei Facebook angegeben hat, dass er nur Nachrichten von Freunden empfangen möchte, bei dem landeten die E-Mails, die an die @facebook.com Adresse geschickt wurden im Nirvana, wenn sie von einer Adresse geschickt wurden, die nicht mit dem Account eines Facebook-Kontakts verknüpft war, sie kamen nie an. Bei welchen Endgeräten es Schwierigkeiten mit der API gab, sodass die E-Mail-Adressen von Kontakten überschrieben wurden, ist bislang nicht bekannt. Facebook versprach jedoch, den dafür verantwortlichen Bug bis morgen zu fixen.