Facebook: Schädling komprimiert Konten

Etwa 45.000 Facebook-Konten sollen durch einen Computerwurm komprimiert worden sein. Der Schädling Namens Ramnit ist im April 2010 zum ersten Mal öffentlich in Erscheinung getreten. Facebook ist die Problematik des Wurms bekannt.

Das Malware Protection Center (MMPC) von Microsoft stuft den Schadcode als Multi-Komponenten-Malware ein. Das Programm ist in der Lage, speziell für Windows entwickelte Software oder HTML-Seiten infizieren zu können. Außerdem werden auf dem PC hinterlegte Zugangsdaten gespeichert und die Informationen aus Browser-Cookies kopiert. Die mit Sicherheitsfragen vertraute Firma Symantec hat eine Mitteilung vorgelegt, aus der herausgeht, dass Ramnit Mitte 2011 für mindestens jede sechste Infektion mit Malware verantwortlich war.

Seit August 2011 wurde ein Wurm aus der Ramnit-Reihe in Umlauf gebracht, der ausschließlich für das Abgreifen von Online-Banking-Daten beauftragt wurde. Die neuste Variante der Serie hat nun die Lukrativität von Facebook entdeckt. Damit ist die Malware nicht die Einzige, die sich extra auf soziale Netzwerke ausrichtet. Immer wieder wird Facebook von verschiedensten Betrügern heimgesucht, um ihre oft schädlichen Dateien an die über 800 Millionen Mitglieder zu verteilen. Der genaue Verbreitungsweg der Ramnit-Modifikation ist leider nicht bis ins Detail geklärt. Es wird vermutet, dass sich der Wurm über den Facebook-Chat verbreitet. Aber auch das Posten von Links auf der Pinnwand eines übernommenen Profils soll üblich sein. Facebook soll die Komprimierung von Konten bemerkt und die betroffenen User bereits darüber unterrichtet haben.
Die meisten Bedrohungen seien bis jetzt in Frankreich und Großbritannien gesichtet worden. Ein Übergreifen auf andere Länder ist durch die weltweite Vernetzung nicht auszuschließen. Eigenen Angaben zufolge soll Facebook täglich bis zu 200 Millionen Spam-Nachrichten abfangen, die für die Übertragung von Malware zuständig sein sollen.