Facebook setzt schon 3 Milliarden Dollar mit Werbung um

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Mark Zuckerberg ist in Erklärungsnot: Die Wall Street hat wenig Verständnis für die explodierenden Kosten im nächsten Jahr
Mark Zuckerberg ist in Erklärungsnot: Die Wall Street hat wenig Verständnis für die explodierenden Kosten im nächsten Jahr(© 2012 CC: Flickr/jdlasica)

Der Siegeszug des Social Networks geht weiter. Nach Handelsschluss an der Wall Street gab Facebook die Bilanz für das jüngste Quartal bekannt, die größtenteils wie erwartet ausfiel: Die Umsätze explodierten um 64 Prozent, die Gewinne um 90 Prozent. Bemerkenswert: Bereits 1,35 Milliarden Menschen tummeln sich auf Facebook.

Was für einen Unterschied 24 Stunden machen können: Gestern zur gleichen Zeit gewährte  Social Media-Liebling Twitter Einblick in sein abgelaufenes Quartal. Das Wachstum ist explosiv, aber der Kurznachrichtendienst hat immer noch große Mühe, daraus einen Gewinn zu generieren.

Ganz anders der nur zwei Jahre ältere, große Rivale Facebook:  Das weltgrößte Social Network stellte wieder einmal unter Beweis, dass Wachstum und Profitabilität sich nicht ausschließen. Das zehn Jahre alte Internet-Unternehmen aus Menlo Park konnte für den Dreimonatszeitraum Juli bis September einen satten Umsatzsprung von 64 Prozent ausweisen.

Mobile Anzeigenerlöse machen bereits 66 Prozent der Werbeeinnahmen aus

Nach 2,01 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum erlöste der nach Google und Alibaba drittwertvollste Internetkonzern der Welt nunmehr 3,20 Milliarden Dollar – Werbeerlöse  machten mit 2,96 Milliarden Dollar dabei den Löwenanteil aus.  Zwei Drittel davon werden bereits durch mobile Anzeigen auf dem Smartphone oder Tablet eingefahren. Der Bereich "Payments" generierte weitere 264 Millionen Dollar.

Immerhin schon 806 Millionen Dollar blieben von Anfang Juli bis Ende September in Menlo Park hängen – das ist ein sattes Plus von 90 Prozent gegenüber den 425 Millionen Dollar aus dem Vergleichszeitraum im Vorjahr. "Es war ein gutes Quartal mit starken Ergebnissen", zeigte sich Konzernchef Mark Zuckerberg zufrieden.

Bereits 1,35 Milliarden Nutzer

Bemerkenswert: Allen Unkenrufen zum Trotz, dass Facebook vermeintlich seinen Zenit überschritten haben könnte, wird das mit Abstand weltgrößte Social Network größer und größer. Bereits 1,35 Milliarden Nutzer, die mindestens einmal im Monat aktiv waren (MAUs), zählte Facebook schon per Stand Ende September. Das waren noch mal 14 Prozent mehr als im Vorjahresvergleich.

Die Zuwächse via Smartphone oder Tablet fallen dagegen deutlich dynamischer aus: Mit 1,12 Milliarden mobilen MAUs nutzen 29 Prozent mehr Mitglieder Facebook über die App als noch vor einem Jahr.

Facebook-Aktie crasht wie Twitter

Die Börse ließ die durchweg gute Bilanz indes kalt – der Ausblick aufs Weihnachtsgeschäft enttäuschte Anleger. Finanzchef David Wehner warnte ebenfalls davor, dass 2015 zum Jahr "der großen Investments" werde. Das Social Network will massiv neues Personal einstellen.  Entsprechend dürften sich die Kosten entwickeln und um "50 bis 70 Prozent" steigen.

"Steigende Ausgaben": Das nun sind genau die Worte, die die Wall Street auf keinen Fall hören will.  Entsprechend brach die Facebook-Aktie nach Handelsschluss wie gestern schon Twitter crashartig um happige 10 Prozent auf unter 73 Dollar ein. Allerdings: Das Papier liegt seit Jahresbeginn immer noch um 35 Prozent vorne und zählt damit zu den erfolgreichsten Aktien des Jahres...


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