Facebook testet "Gefällt mir nicht"-Button

Facebook könnte Downvotes einführen
Facebook könnte Downvotes einführen(© 2017 CURVED)

Längst gibt es auf Facebook mehr Reaktionen als den bekannten "Gefällt mir"-Button. Nutzer können auf Beiträge seit geraumer Zeit mit verschiedenen Emojis reagieren. Offenbar testet der Social-Media-Riese nun eine "Gefällt mir nicht"-Taste – oder eher einen "Downvote"-Button. Das Unternehmen hält aber wohl immer noch daran fest, dass der Daumen nur nach oben zeigen wird.

Mehrere US-Nutzer von Facebook sehen in der App derzeit einen Button mit der Aufschrift "Downvote", berichtet TechCrunch. Gegenüber der Webseite will das Unternehmen bestätigt haben, dass ein entsprechender Test gerade läuft. Es soll sich aber nicht wirklich um einen offiziellen "Gefällt mir nicht"-Button handeln. Stattdessen experimentieren die Entwickler wohl mit einer Möglichkeit, Feedbacks zu bestimmten Beiträgen zu erhalten.

Unterschied zwischen "Downvote" und "Gefällt mir nicht"

Insbesondere geht es Facebook wohl um öffentliche Beiträge und Kommentare: Über den "Downvote"-Button will das Unternehmen offenbar unangebrachte Inhalte und Falschmeldungen schneller erkennen. Sobald ein Nutzer die Schaltfläche anwählt, soll ein markierter Beitrag ausgeblendet werden. Zeitgleich tauchen anscheinend weitere Optionen auf, um diesen zu melden.

Es handelt sich damit zwar im Grunde um einen "Gefällt mir nicht"-Button, doch auf einen "Daumen runter" will Facebook wohl weiterhin verzichten – auch wenn der "Downvote" nahe an diesen herankommt. Einem Interview mit Firmen-Chef Mark Zuckerberg aus dem Jahr 2015 zufolge soll sich die Social-Media-Plattform nicht in ein Forum verwandeln, in dem Nutzer einen Beitrag eindeutig negativ bewerten. Dies sei nicht die Community, die das Unternehmen aufbauen will. Ob die neue Funktion bald für alle Nutzer ausrollt, wird sich wohl je nach Ergebnis von diesem Testlauf zeigen.


Weitere Artikel zum Thema
WhatsApp und Insta­gram: Namens­än­de­rung bestä­tigt
Francis Lido
Peinlich !37WhatsApp und Instagram gehören zu Facebook
Facebook plant eine Namensänderung für WhatsApp und Instagram. Diese soll die Zugehörigkeit der Apps verdeutlichen.
Störung zeigte: Face­book weiß, ob ihr einen Bart habt
Christoph Lübben
Unfassbar !5Ihr seid auf Selfies stets mit einem Bart zu sehen? Facebook weiß das – egal, ob es eure Gesichtsbehaarung ist
Facebook beschreibt eure Fotos: Dank der weltweiten Störung wissen wir nun, wie die Plattform Bilder von euch wirklich sieht.
Huawei-Smart­pho­nes sollen WhatsApp, Insta­gram und Co. weiter unter­stüt­zen
Francis Lido
Weg damit !11Die Apps von Facebook könnt ihr auch künftig auf Huawei-Smartphones nutzen
Entwarnung für Huawei-Nutzer: WhatsApp, Instagram und Facebook werden weiterhin auf den Smartphones des Herstellers laufen.