Facebook verrät das Geheimrezept des Newsfeeds

Unfassbar !8
Facebook hat erst vor wenigen Wochen seinen Nachrichtenfeed überarbeitet.
Facebook hat erst vor wenigen Wochen seinen Nachrichtenfeed überarbeitet.(© 2014 www.facebook.com, CURVED Montage)

Facebook testet laufend neue Updates. Dem Newsfeed-Manager des sozialen Netzwerks zufolge befinden sich tausend verschiedene Versionen im Umlauf. 

Arbeitsreiche Posting-Wüste

So sehr wir Facebook und seinen Newsfeed verdammen, wir können uns trotzdem nicht von dem Portal loslösen, und als Nachrichtenquelle wird die Website immer wichtiger. Das weiß auch Will Cathcart, Produktmanager des Newsfeeds bei dem in Menlo Park beheimateten Unternehmen. Hinter der Posting-Wüste des sozialen Netzwerks steckt viel Arbeit, informiert der Projektleiter.

Der 2007 eingeführte Like-Button ist nur ein Mosaik-Stein im Gesamtbild, das die personalisierten Inhalte bestimmt. So sieht sich Facebook genau an, auf welche Art von externen Artikeln ein Nutzer klickt, wie lange er dabei die Plattform verlässt, und was er tut, wenn er wieder zurückkehrt. Dadurch errechnet der Tech-Konzern eine höhere Relevanz als durch ein einfaches Like. Die Relevanz durch Likes zu bestimmen, habe in der Vergangenheit dazu geführt, dass Internet-Memes und kuriose Bilder wichtige Nachrichten aus aller Welt verdrängten, gesteht Cathcart.

Testen und optimieren

Mittlerweile versucht das Newsfeed-Team die personalisierten Inhalte durch eine ausgereifte Herangehensweise zu optimieren. Die Entwickler setzen A/B-Tests ein, um zu sehen, welche Lösung bessere Ergebnisse erzielt. Es könnten 1.000 verschiedene Versionen des Nachrichtenfeeds für bestimmte Nutzergruppen im Umlauf sein, schätzt Produktmanager Cathcart.

Die Einstiegsseite, das Herzstück von Facebook, für jeden Nutzer ansprechend und relevant auszuliefern, scheint jedoch eine Lebensaufgabe zu sein: "Der ideale Test für uns wäre, unsere User persönlich 1.500 Beiträge nach ihrer Relevanz zu ordnen. Das wäre der Gold-Standard", so der Newsfeed-Macher.

Facebook arbeitete in der Vergangenheit intensiv am Redesign der Seite, ruderte jedoch bei einigen Updates wieder zurück.


Weitere Artikel zum Thema
WhatsApp und Insta­gram: Namens­än­de­rung bestä­tigt
Francis Lido
Peinlich !37WhatsApp und Instagram gehören zu Facebook
Facebook plant eine Namensänderung für WhatsApp und Instagram. Diese soll die Zugehörigkeit der Apps verdeutlichen.
Störung zeigte: Face­book weiß, ob ihr einen Bart habt
Christoph Lübben
Unfassbar !5Ihr seid auf Selfies stets mit einem Bart zu sehen? Facebook weiß das – egal, ob es eure Gesichtsbehaarung ist
Facebook beschreibt eure Fotos: Dank der weltweiten Störung wissen wir nun, wie die Plattform Bilder von euch wirklich sieht.
Deswe­gen verbirgt Insta­gram bald Likes im Newsfeed
Michael Keller
Instagram will Qualität statt Quantität fördern – und dafür auch auf Likes verzichten
Instagram startet einen Test, der das soziale Netzwerk revolutionieren könnte: Die Anzahl der Likes für einen Post soll keine Rolle mehr spielen.