Facebook will zur Dating-Plattform werden und "Verlauf löschen" erlauben

Facebook nimmt seine Funktion als "soziales Netzwerk" offenbar ernst
Facebook nimmt seine Funktion als "soziales Netzwerk" offenbar ernst(© 2018 CURVED)

Mark Zuckerberg hat auf der F8, der jährlichen Entwicklerkonferenz von Facebook, eine Dating-App und eine Löschfunktion angekündigt. Der Firmenchef erlaubte sich zudem einen Seitenhieb gegen Tinder. Für die Konkurrenz ist das neue Flirt-Tool ein schwerer Schlag.

Das größte soziale Netzwerk wird bald für Flirtinteressierte zu einer attraktiven Option: "Facebook wird bereits heute genutzt, um neue Leute kennenzulernen, wir wollen diese Erfahrung weiter verbessern", teilt das Unternehmen mit. In dem sozialen Netzwerk könnt ihr zukünftig ein weiteres Profil anlegen, das losgelöst von eurem bisherigen Profil verwaltet wird. Über den neuen Kanal sollt ihr Singles mit gemeinsamen Interessen und Freunden finden sowie mit ihnen direkt in Kontakt treten können.

Tinder stürzt ab

Auf Facebook müssten eigentlich interessante Menschen zu finden sein: Aktuell geben sich weltweit 200 Millionen der Nutzer als Singles aus, teilt das Unternehmen mit. Was ihr innerhalb des Dating-Features anstellt, bleibt für eure Freunde im Verborgenen. Die Dating-App soll helfen, nicht nur kurze Flirts zu finden, sondern langfristige Beziehungen aufzubauen, sagte Zuckerberg. Der Kommentar war ein deutlicher Seitenhieb auf Tinder. Match, der Konzern hinter der Dating-App, verlor sogleich mehr als 22 Prozent an Börsenwert, meldet Bloomberg. Weitere Information zur App sollen im Laufe des Jahres folgen. Aktuell testen die Entwickler außerdem eine Art "Gefällt mir nicht"-Button.

Zudem sollt ihr zukünftig euren Verlauf auf Facebook einsehen und löschen können. Die Funktion heißt "Clear History" und ähnelt dem Feature aus eurem Webbrowser, schreibt Mark Zuckerberg in einem Facebook-Beitrag. Ihr könnt unter anderem von euch besuchte Webseiten oder Links löschen. Außerdem könnt ihr generell verhindern, dass Informationen über Interaktionen mit anderen Seiten und Apps gespeichert werden. Zuckerberg erwähnte dazu, dass es dem sozialen Netzwerk dann schwerer fallen werde, eure Vorlieben kennenzulernen und die richtigen News auf der Pinnwand anzuzeigen. Ab wann ihr euren Verlauf löschen könnt, steht noch nicht fest. Die Entwicklung der Funktion werde noch einige Monate dauern.

Weitere Artikel zum Thema
Face­book hat hunderte Millio­nen Pass­wör­ter unver­schlüs­selt gespei­chert
Christoph Lübben
Facebook-Chef Mark Zuckerberg hat derzeit wohl regelmäßig mit Datenpannen zu tun
Ihr bekommt womöglich bald eine Mail von Facebook: Erneut gab es eine Datenpanne – in diesem Fall waren unzählige Passwörter als Klartext gesichert.
Wie WhatsApp: Face­book Messen­ger erhält Zitier-Funk­tion für Antwor­ten
Francis Lido
Der Facebook Messenger bekommt ein beliebtes WhatsApp-Feature
Der Facebook Messenger lässt euch nun Nachrichten zitieren, um euch direkt darauf zu beziehen. Besonders Gruppen-Chats dürften davon profitieren.
WhatsApp-Mitbe­grün­der ruft zum Löschen von Face­book auf
Lars Wertgen
Facebook sollte keine Zukunft haben, findet einer der WhatsApp-Mitbegründer
Eine Plattform wie Facebook sei nicht zu moderieren, findet WhatsApp-Mitbegründer Brian Acton. Für ihn gibt es nur eine logische Konsequenz.

Diese Website verwendet Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Durch die weitere Nutzung der Website stimmen Sie dem zu. Um mehr über die von uns verwendeten Cookies zu erfahren und wie man sie deaktiviert, können Sie unsere Cookie-Richtlinie aufrufen.