Facebook-Wurm mit Osama-Bildern

Totgesagte leben länger, sagt man so schön. Osama Bin Laden lebt in einem Facebook-Wurm weiter. Denn Sex and Crime zieht immer. Und wir Menschen sind ja grundsätzlich neugierig und sensationshungrig. Während US-Präsident Barack Obama immer wieder betont, mit den Bildern des toten Terror-Chefs wolle man nicht in die Öffentlichkeit gehen, verbreitet sich via Facebook ein Wurm, der sich genau hinter solchen Bildern und Videos tarnt.

Sicherheitsexperten und auch das FBI warnen davor, Links in Pinnwandeinträgen oder E-Mails anzuklicken, die Bilder oder Videos der Militäraktion gegen Osama Bin Laden versprechen. So hat beispielsweise F-Secure eine zip-Datei mit dem Namen "Fotos_Osama_Bin_Laden.zip" entdeckt, die per E-Mail versendet wird und einen Trojaner fürs Online-Banking installiert. Dieser leitet die Zahlungen auf ein falsches Konto um.

Weitaus weniger gefährlich ist der Wurm, der via Facebook verbreitet wird. Das angebliche Tötungsvideo hat den Titel „Osama Bin Laden EXECUTION Video“ und den Nutzer auf eine präparierte Website um. Dabei wird „nur“ die Liste der Facebook-Freunde ausgelesen und Einträge an deren Pinnwand gepostet. Laut Spiegel Online arbeiten Sicherheitsexperten zwar bereits daran, den Wurm zu blockieren. Allerdings ist der JavaScript-Code bereits im Internet veröffentlicht worden und kann so jederzeit modifiziert und für weitere Attacken genutzt werden.

Wieder einmal gibt es nur eine Devise für Internet-Nutzer: Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste! Lieber einen Link nicht anklicken oder einen E-Mail-Anhang nicht herunterladen, wenn man nicht sicher ist. Und im Zweifelsfall sowieso immer nachfragen.