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Falscher Code: Kind sperrt iPhone der Mutter – für 47 Jahre

In 47 Jahren könnte selbst der Stahlrahmen des iPhone X Rost angesetzt haben
In 47 Jahren könnte selbst der Stahlrahmen des iPhone X Rost angesetzt haben (© 2017 CURVED )
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07.03.18 von

Christoph Lübben

So kann ein iPhone zur Zeitkapsel werden. Eine Frau dürfte nun für eine etwas längere Zeit keinen Zugriff auf ihr Apple-Smartphone haben, da ihr Sprössling den Code wohl nicht kannte. Der Fall zeigt: Ein iPhone gehört nicht in Kinderhände.

Was kann ein zweijähriges Kind schon an einem iPhone ausrichten? So einiges. Das hat eine Mutter aus Shanghai nun offenbar herausgefunden, wie South China Morning Post unter Berufung auf KNews24 berichtet. Demnach hat das Kind zunächst Lehrvideos auf dem Smartphone geschaut, aus irgendeinem Grund war das Gerät wenig später aber dann gesperrt. Den richtigen Code kannte der Sprössling wohl nicht. Das habe ihn aber nicht davon abgehalten, immer wieder Zahlenkombinationen einzugeben. Jeder Versuch verlängerte dabei anscheinend die Zeit, in der kein Code mehr eingegeben werden kann.

Zeitkapsel oder Datenverlust

Letztendlich sollen die Entsperr-Ambitionen des Kindes dazu geführt haben, dass die Mutter nun eine längere Zeit keinen Zugriff mehr auf ihr Smartphone hat – genauer gesagt kann sie ihren Code wohl erst in ungefähr 25 Millionen Minuten erneut eingeben, was knapp 47 Jahre entspreche. Damit ist das Smartphone offenbar zu einer Zeitkapsel mit Bildern, Videos und persönlichen Daten geworden, die ihren Inhalt anscheinend erst im Jahr 2065 freigibt – sofern die Mutter kein Backup angelegt hat.

Die Fotos und Videos könnten dann aber einen netten Einblick in die heutige Zeit für ihre Enkelkinder bieten, wenn der iPhone-Code nebst Gerät von Generation zu Generation weitergegeben wird – wie ein Erbstück. Angeblich hat ein Apple-Techniker der Frau geraten, es aber doch schon in ein paar Jahren mit der Codeeingabe erneut zu versuchen. Der Vorfall habe sich im Januar 2018 ereignet, sie soll noch immer keinen Zugriff auf das Gerät haben.

Alternativ kann sie das Smartphone auch auf Werkseinstellungen zurücksetzen, doch dann sind alle Daten verloren. Dies sei nicht der erste Fall, in dem ein iPhone für mehrere Jahrzehnte bei häufiger falscher Codeeingabe gesperrt wurde. Offen bleibt, ob das von Apple so beabsichtigt ist, etwa um Kunden für eine "möglichst lange Zeit" an ein Modell zu binden.

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