Family Link lässt Eltern die Android-Geräte ihrer Kinder kontrollieren

Eltern können das Smartphone mit Family Link sperren.
Eltern können das Smartphone mit Family Link sperren.(© 2017 CURVED)

Mit Googles neuer App Family Link können Eltern festlegen, was Kinder wie lange mit ihren Android-Smartphones machen dürfen. Einen Haken gibt es aber.

Früher war der Medienkonsum der Kinder viel einfacher zu regulieren. "Von zu viel Fernsehen bekommt man viereckige Augen", hieß es. Schon war die Sache erledigt. Überhaupt war das TV-Gerät das größte allen Übels. Notfalls bekamen Erziehungsberechtigte mit einem Blick ins Kinder- oder Jugendzimmer mit, was der Nachwuchs gerade schaute oder auf der Konsole zockte. Im Smartphone-Zeitalter ist das deutlich schwieriger. Wie nutzen Kinder ihre Geräte? Surfen sie auf nicht altersgerechte Seiten oder spielen nicht altersgerechte Spiele? Zwar muss man 13 Jahre alt sein, um sich einen Google-Account anzulegen. Dabei kann aber leicht schummeln. Da kommt Googles App Family Link ins Spiel.

Die App funktioniert im Prinzip sehr einfach. Bevor der Nachwuchs das erste Android-Smartphone in die Hände bekommt, wird Family Link auf einem Elterngerät installiert. Über die Anwendung können Mama oder Papa ein Google-Konto für die Kids erstellen. Mit diesem melden sich die Kurzen an ihrem Smartphone an. Fertig! Wollen die Kinder nun eine App aus dem Play Store installieren, brauchen sie die digitale Zustimmung der Erziehungsberechtigten.

Zugriff verweigert: Mit Family Link können Eltern entscheiden, welche Apps installiert werden dürfen.(© 2017 CURVED)

Android Nougat ist wird vorausgesetzt

Eltern bekommen in diesem Fall eine Nachricht mit Informationen zur App aufs Telefon. Ein Aktivitätenprotokoll gibt außerdem Aufschluss darüber, mit welchen Apps Kinder wie viel Zeit verbringen. Wird zu viel gezockt, setzen Eltern einfach ein Limit. Außerdem lässt sich das Smartphone vom Elterngerät komplett sperren, wenn es zeit zum Lernen oder Schlafen ist.

Was treibt der Nachwuchs? Family Link liefert Statistiken über das Nutzungsverhalten.(© 2017 CURVED)

Eigentlich klingt Family Link damit nach einer annehmbaren Möglichkeit, den Erstkontakt des Nachwuchses mit dem Smartphone zu regulieren. Es gibt aber auch einen Haken: Während die App auf einem Elterngerät ab Android 4.4 KitKat läuft, muss auf dem Kinder-Smartphone mindestens Android 7.0 Nougat installiert sein. Die Ausnahme bilden insgesamt neun Geräte von Alcatel, LG, Samsung und Sony, auf denen die App unter Android Marshmallow funktioniert.

Family Link startet zunächst als Invite-only-App in den USA. Google selbst sagt, dass die App noch ganz am Anfang steht. Bis sie für alle erscheint, kann es also noch etwas dauern.


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