"Far Cry 5" macht Euch zum Hilfssheriff gegen religiösen Fanatismus

Far Cry 5 spielt im fiktiven Hope County
Far Cry 5 spielt im fiktiven Hope County(© 2017 Ubisoft)

"Far Cry 5" ist nach über drei Jahren und einem Abstecher in die Prähistorie der neuste Teil der Reihe. Statt tropischem Flair und steilen Berghängen schickt Euch Ubisoft dieses Mal in die weite Ödnis des mittleren Westens der USA.

Nach einigen verworrenen Gerüchten und Spekulationen hat Ubisoft den Mutmaßungen zu "Far Cry 5" ein Ende gemacht. Nach vier kurzen Teaser-Videos, die vor allem die Stimmung und das Setting zeigten, folgte ein mehrminütiger Trailer, der verdeutlicht, wohin die Reise geht. Schauplatz des Ego-Shooters ist Hope County, ein fiktiver Landstrich in Montana, USA. Anders als zunächst vermutet, spielt "Far Cry 5" jedoch nicht zur Zeit der Cowboys und Dampfloks, sondern in der Gegenwart als moderne Interpretation eines Westerns. Wer dabei an den Coen-Film "No Country for Old Men" denken muss, dürfte damit gar nicht so falsch liegen.

Glaubensfrage

Serientypisch steht ein starker Widersacher im Zentrum des Geschehens. Joseph Seed, oder auch "Father Seed", ist ein Sektenanführer, der sich auserwählt fühlt, die Bewohner von Hope County in seine Version des Garten Eden zu führen. Ihm tatkräftig zur Seite steht eine Schar an Jüngern, die sein Wort und seinen "Glauben" verbreiten – notfalls mit Gewalt. Jacob zum Beispiel ist ein ehemaliger Militäroffizier und großer Freund von ballistischer Argumentation. Faith hingegen hält nichts von Waffen, aber von Worten. Sie überzeugt die Bewohner von Hope County mit geschickter Rhetorik als Märtyrer für Father Seed gegen Euch vorzugehen.

Neue Freunde

Als Spieler übernehmen wir in "Far Cry 5" die Rolle des Hilfssheriffs, der nach Hope County entsendet wird, um Recht und Ordnung wieder herzustellen. Erstmals lässt Euch das Spiel den Charakter in einem Editor selbst gestalten (Geschlecht, Aussehen, Ethnie). Außerdem, auch das ist neu in der Reihe, lässt sich die komplette Kampagne kooperativ zu zweit spielen. Bei Teil 3 und 4 beschränkten sich die gemeinsamen Abenteuer auf einzelne Missionen bzw. Areale. Neben der Möglichkeit mit einem menschlichen Partner ins Feld gegen den fanatischen Kult zu ziehen, stehen Euch auch einige Bewohner von Hope County zur Seite. Pastor Jerome, Barkeeperin Mary May und der Mechaniker Nick Rye bilden den Widerstand und versorgen Euch mit Ausrüstung und Aufgaben. Darüber hinaus hat jeder der drei besondere Fähigkeiten, die Ihr im Kampf einsetzen könnt: Nick zum Beispiel unterstützt Euch aus der Luft mit seiner schwer bewaffneten Cessna.

Das Thema Luftkampf wird überhaupt erstmals auch in Far Cry 5 stattfinden. Neben den bekannten Vehikeln wie PKW, Quads und Booten stehen Euch nun auch Helikopter und Flugzeuge für lange Strecken und Luftkämpfe zur Verfügung. Das seit "Far Cry Primal" bekannte Feature "Fang for Hire" erlaubt Euch zudem, wilde Tiere abzurichten und sie auf Feinde loszulassen. Die Flora und Fauna der dynamischen Spielwelt soll auch in "Far Cry 5" zentrales Spielelement werden. Aufgrund der offenen, weiten Landschaft soll sie zu Erkundung einladen und jede Menge Aktivitäten abseits der Haupthandlung anbieten. Unter anderem könnt Ihr auf die Jagd gehen oder angeln, um Eure Ausrüstung zu verbessern.

Seit einigen Tagen läuft bei change.org übrigens eine Petition gegen Far Cry 5. Darin wird unter anderem gefordert, das Feindbild (die Sekte) zu ent-amerikanisieren. Unklar ist, ob die von Gamers United ins Leben gerufene Unterschriftensammelaktion satirisch oder tatsächlich ernst gemeint ist.

"Far Cry 5" erscheint am 27. Februar 2018 für den PC, die Xbox One und die PlayStation 4 und lässt sich über die offizielle Homepage bereits vorbestellen.