FBI zahlte für das Hacken des iPhones weniger als eine Million Dollar

Die Aufregung über den kostspieligen iPhone-Hack des FBI ist weiterhin groß
Die Aufregung über den kostspieligen iPhone-Hack des FBI ist weiterhin groß(© 2014 CC: Flickr/jackdean085)

Der vom FBI beauftragte Hack eines iPhones sorgt weiter für Wirbel. Nachdem der Direktor James Comey bereits einen Hinweis auf die Kosten gegeben hat, gibt es nun neue Informationen darüber, wie groß die Summe an Steuergeldern war, die für den Auftrag ausgegeben wurde.

Zunächst hieß es, dass vom FBI mindestens 1,34 Millionen Dollar ausgegeben worden sein müssten. Die Zahl ergab sich daraus, dass der Hack laut James Comey mehr Geld gekostet habe, als er in einer Amtszeit verdienen würde. Wie Reuters nun unter Berufung auf mehrere Regierungsquellen berichtet, sollen die Kosten aber in Wirklichkeit unter einer Million Dollar gelegen haben.

Hack soll zudem wiederverwendbar sein

Die nicht näher genannten Quellen aus Regierungskreisen sollen zudem erklärt haben, dass sich aus den Kosten abseits vom bereits durchgeführten Hack ein weiterer Mehrwert ergeben habe. So soll das beauftragte Unternehmen nämlich eingewilligt haben, in Zukunft kostenfrei weitere iPhones zu entsperren, sofern diese denn zur angewandten Technik kompatibel sind.

Viele solcher Fälle dürften allerdings nicht mehr auf den weiterhin unbekannten Dienstleister zukommen. Die Technik, die beim Knacken des Smartphones eines der Schützen von San Bernardino zum Einsatz gekommen ist, funktioniert nämlich nur bei bestimmten Geräten: bei einem iPhone 5c, auf dem iOS 9 läuft. Bereits am 13. Juni wird wird Apple allerdings iOS 10 vorstellen – und außerdem ist das iPhone 5c schon so alt, dass Apple es nicht mehr verkauft.


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