FDP Opfer eines Hackerangriffs

Heiße Luft vom Außenminister war Anfang der Woche kurzzeitig im Online-Shop der FDP erhältlich. Zu Beginn des  Chaos  Communication Congress (27C3) erlaubte sich ein Teilnehmer einen Spaß mit den Liberalen.  Der Kongress ist ein jährlich stattfindendes Treffen der internationalen Hackerszene.

Auf der Startseite des FDP-Shops prangte das Bild eines  Heißluft-Handtrockners mit der Aufschrift "Rede von Guido Westerwelle? Hier drücken". Darunter ein 27C3-Logo mit dem Kongress-Motto "We come in peace" als klares Bekenntnis.

Besorgniserregender als der kleine Spaß um Westerwelle ist der Spruch, der unter dem Bild plaziert wurde:  "Wer nicht hören will, muss Backups einspielen! Wir haben vorsichtshalber eines aller Kundendaten gemacht".

Betreiber der Seite ist das Bremer Unternehmen GMK-Werbemittel. Ein Sprecher teilte mit, man erwäge rechtliche Schritte. Das dürfte sich allerdings schwierig gestalten. Zwar lässt sich der Hacker wohl  dem Chaos Communication Congress zuordnen, andererseits lässt das noch lange keine Rückschlüsse auf die Identität des "Täters" zu.

Der FDP-Shop vertreibt Werbe- und Büroartikel mit dem Logo der FDP, die ensprechende Seite wurde inzwischen wieder entfernt.

Vermutlich kann nicht einmal eine Maus tot umfallen, ohne dass der geschätzte Herr Außenminister dadurch Schaden nimmt.  WikiLeaks, Afghanistaneinsatz, Landtagswahlen - Westerwelle bekommt garantiert Ärger. Mit den Umfragewerten geht es schneller bergab als auf der schwarzen Piste.  Alle hacken auf ihm herum. Sogar ein Haufen gesellschaftsferner Nerds, deren Existenz Hernn Westerwelle wohl kaum berühren dürfte (von den regelmäßen Angriffen auf seine Behörde aus Fernost einmal abgesehn). Politiker der Opposition attestieren dem Liberalen schon seit Jahren ein besonderes Talent für heiße Luft - inzwischen sogar die eigenen Parteimitglieder. Und Guido? Steht auf der Herrentoilette im Bundestag und trocknet sich die Hände.