Filmkritik: So gut ist "Avengers: Infinity War!

Iron Man und Spidey treffen die Guardians.
Iron Man und Spidey treffen die Guardians.(© 2018 Disney)

Es wird ernst: Thanos, seit dem ersten Avengers-Film immer wieder Gast im Marvel Cinematic Universe (MCU), macht wahr, was sich schon lange angekündigt hat. Er will alle sechs Infinity-Steine erobern, um dann das halbe Universum auszulöschen. Wir haben den neuen "Avengers: Infinity War" schon gesehen und verraten euch, ob sich der Gang ins Kino lohnt.

Darauf warten Marvel-Fans seit Jahren: Endlich kommt es zur großen Konfrontation zwischen den Helden von Erde und All und dem "Mad Titan" Thanos, der es als seine Aufgabe sieht, das Universum in der Balance zu halten. Ist der erste von zwei Avengers-Filmen (der zweite startet in einem Jahr) so gut, wie die Fans ihn erwarten?

Scarlet Witch spielt eine Schlüsselrolle im Film.

Die Handlung

Der Film beginnt nur Minuten nach dem Ende von "Thor: Tag der Entscheidung": An Bord des Flüchtlingsschiffes der Asen taucht Thanos mit seinen Helfern auf und das Töten beginnt. Weder Thor, noch Loki und auch nicht der Hulk können es stoppen. Und das ist nur ein erster Vorgeschmack auf das, was noch folgt.

Denn Thanos schickt seine Gehilfen zur Erde, um weitere zwei Infinity-Steine zu besorgen, während er selbst sich um die Steine kümmern will, die im restlichen Universum auf ihn warten. Während sich im All die Guardians of the Galaxy mit dem von ihnen geretteten Thor verbünden, um den Titanen aufzuhalten, sammeln sich auf der Erde die einst zerstrittenen Rächer, um den Attacken von Thanos‘ Schergen Einhalt zu gebieten. Aber reicht die geballte Macht von so vielen Helden aus, um Thanos aufzuhalten?

Was darf man sagen, ohne zu spoilern?

Beim Tippen dieser Worte steht diese Kritik unter dem Generalverdacht, extrem kurz zu werden. Denn so gut wie alles, was diesen Film so großartig macht, ist gleichzeitig auch ein Spoiler. Der Star ist hier die Handlung, die viel mehr ist als ein Kampf der Helden gegen den ultimativen Bösewicht des MCU. Hier gibt es tiefe Emotionen, etliche Lacher, aber auch traurige und ergreifende Momente. Dazu Love-Storys und herausragende Kampfszenen. Und Momente, bei denen es wahren Marvel-Fans vor Rührung die Tränen in die Augen treibt oder vor Coolness-Faktor die Gänsehaut über die Unterarme läuft.

Auch Star-Lord ist bei einem entscheidenden Moment dabei.

Also seien an dieser Steller einige Dinge erwähnt, die keine Spoiler sind. Thanos ist, vielleicht neben Gollum, der mit Abstand am besten animierte CGI-Charakter überhaupt. Wer Josh Brolin als Schauspieler kennt, der erkennt dessen Mimik in Thanos‘ Gesicht wieder. Und in der englischen Sprachfassung macht Brolin auch mit seiner Stimme einen herausragenden Job. Durch ihn wird Thanos zu mehr als nur dem fiesen Widerling, der Milliarden Leben auslöschen will, denn Brolin verleiht dem Charakter eine Tiefe, die man hier sicher nicht erwartet hätte. Zwar wird man als Zuschauer wohl nicht auf Thanos‘ Seite wechseln, aber zumindest erhält man Einblicke in die Seele des Titanen und versteht seine Motive.

Humor ja, Geblödel nein

Trotz des düsteren Stoffs hat "Avengers: Infinity War" auch viele lustige Momente. Allerdings ist der Film weit entfernt von einer Blödelorgie wie "Thor: Tag der Entscheidung". Die Russo-Brüder waren sich als Regisseure der Tragweite ihrer Story bewusst und zeigen entsprechende Ernsthaftigkeit, wenn es notwendig ist. Während Asgard wenig emotional mit Lachern schenkelklopfend unterging, ist die Bedrohung der halben Menschheit deutlich passender inszeniert.

Viele Fans befürchteten im Vorfeld, die schiere Masse an Helden (Avengers, Spider-Man, Dr. Strange, die Guardians) sei einfach zu viel, um sie vernünftig in einem Film unterzubringen. Diese Sorge ist unberechtigt. Zwar sind tatsächlich viele Helden nur wenige Minuten wirklich zu sehen, dann haben aber alle auch ihren großen Moment. Und das trotz eines Effekte-Gewitters, das sich gewaschen hat. Denn die Handlung, die an verschiedenen Orten des Universums spielt, ist überall optisch spektakulär eingefangen worden und bietet die perfekte Illusion vom wakandischen Dschungel oder fremden Welten. Und die Kämpfe, die die Russo-Brüder gewohnt sicher inszenieren, sind die vielleicht besten, die je in einem Marvelfilm zu sehen waren.

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Die Laufzeit von 150 Minuten merkt man "Avengers: Infinity War" überhaupt nicht an, da er keinerlei Längen hat. Der Film erzählt so viele Storys an so vielen Orten, dass es hier keine Atempausen gibt. Dennoch gelingt es den Drehbuchschreibern, auch ruhige Momente zu schaffen, in denen es ein wenig emotionaler wird. Und die dem Publikum sicher genauso in Erinnerung bleiben werden wie die großen Fights.

Fazit: die Erwartungen übertroffen

Avengers: Infinity War ist alles, was die Fans erwartet hatten – und doch noch viel mehr. Der Film unterläuft nicht nur die Erwartungshaltung des Publikums und zeigt Dinge, die wohl kaum einer hatte kommen sehen. Er bietet auch 150 Minuten Hollywood-Bombast vom Feinsten, der dennoch viel Gefühl hat und manch einem die Tränen in die Augen treiben wird. Und – so viel Spoiler trauen wir uns – die Story ist mit diesem Film garantiert noch nicht zu Ende erzählt. "Avengers - Teil vier" folgt in einem Jahr.


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