Filmkritik: Wie gut ist "Drachenzähmen leicht gemacht 3: Die geheime Welt"?

Der Film erzählt die Geschichte um Hicks und Ohnezahn zu ende.
Der Film erzählt die Geschichte um Hicks und Ohnezahn zu ende. (© 2019 Universal Pictures)

Alles hat ein Ende! Nachdem die Reihe den Fans bereits zwei Kinofilme und 118 Episoden in acht Staffeln der Serie unter dem Titel "Die Drachenreiter von Berk" bescherte, ist mit "Drachenzähmen leicht gemacht 3: Die geheime Welt" nun Schluss. Wie schwer macht der Film uns den Abschied?

Seit 2010 erzählt die Produktionsfirma Dreamworks die Geschichte des Wikingerstammes, der durch Häuptlingssohn Hicks und dessen bestem Freund, dem Drachen Ohnezahn, zu Drachenreitern wird. Und daraufhin spannende Abenteuer mit den fliegenden Fabelwesen erlebt. Die Serie basiert auf einer mehrteiligen Kinderbuch-Reihe der US-Amerikanerin Cressida Cowell, die 2015 mit Band zwölf beendet wurde. Und nun schließt sich die Kinoreihe an und erzählt die Story mit dem dritten Film zu Ende. Wie gut ist der?

Die Handlung

Seit dem Tod seines Vaters hat Hicks die Rolle des Häuptlings angenommen und kämpft mit seinen Freunden weiterhin gegen alle anderen Stämme, die Drachen jagen und gefangen nehmen. Bei einer besonders gefährlichen Rettungsaktion entdeckt Ohnezahn einen weiblichen Nachtschatten-Drachen, kann ihn aber nicht befreien. Das spielt dem fiesen Drachenjäger Grimmel in die Karten. Er hat es sich zum Ziel gesetzt, alle Nachtschattendrachen auszulöschen – und will das weibliche Tier als Köder für Ohnezahn nutzen.

Grimmel führt nichts Gute im Schilde.(© 2019 Universal Pictures)

Und das ist nicht das einzige Problem, dem sich Hicks und sein Stamm ausgesetzt sieht. Durch ihre gelungenen Rettungsaktionen wird das kleine Berk immer überfüllter, wohin man auch sieht – Drachen! Deshalb sucht der junge Häuptling nach der Geheimen Welt, an die sein Vater geglaubt hatte. Von dort sollen der Legende nach die Drachen stammen. Und dorthin will Hicks mit seinem ganzen Stamm und den Drachen auch umziehen. Bevor Grimmel Berk attackieren kann, flieht Hicks mit allen Einwohnern in eine ungewisse Zukunft …

Witzige Fantasy-Saga

Auch wenn die Serie von Beginn an durch ihre zahlreichen witzigen Nebenfiguren auch eine Menge Spaß macht, so ist sie im Kern doch eine Fantasy-Story, die neben Humor auch viel Spannung bietet. Das ändert sich auch im dritten Teil der Story nicht. Und so gibt es auch hier wieder lustige und niedliche Momente, beispielsweise wenn Ohnezahn seiner Angebeteten reichlich ungeschickt den Hof macht. Aber eben auch sehr spannende, wenn Hicks und seine Freunde ein Himmelfahrtskommando planen, um den bösen Grimmel endgültig zu besiegen. Schon im zweiten Teil gab es mit Hicks‘ Vater einen Toten und auch im dritten Teil muss das Publikum um einige der Helden zittern, denn "Drachenzähmen leicht gemacht 3" umweht die gesamte Laufzeit ein Hauch von Abschied und Wehmut. Sicher ist daher niemand.

Hicks und Ohnezahn schwingen sich ein letztes Mal in die Lüfte.(© 2019 Universal Pictures)

Regisseur Dean DeBlois, der bereits die ersten beiden Teile schrieb und inszenierte, auch diesmal wieder beides übernommen. Daher passt auch der dritte Film perfekt zu den ersten beiden und die ganze Kino-Saga wirkt wie aus einem Guss. Und bietet wie schon im zweiten Teil auch wieder spektakuläre Actionsequenzen, die grandios animiert sind und in Sachen Flugdynamik durchaus mit solchen Größen wie "Avatar" mithalten kann. Wenn Hicks und Ohnezahn mit wilden Flugmanövern durch spitze Felsformationen fliegen oder dicht über der Meeresoberfläche dahin rasen, dann geht vor allem bei jüngeren Zuschauern garantiert der Puls nach oben, so packend inszeniert DeBlois diese Momente.

Gelungene Fortsetzung

Genauso gut gelingt DeBlois aber auch das Script, denn es gelingt ihm wieder, nicht einfach nur ein neues Abenteuer zu schreiben. Sondern er erweitert wie schon im zweiten Film auch diesmal das Berk-Universum um eine weitere, faszinierende Welt. Allerdings gibt es auch ein paar Kritikpunkte am letzten Auftritt von Hicks und Co.

So ist das Balzverhalten Ohnezahns im Prinzip zwar sehr lustig, aber der Film verliert in diesen Momenten auch an Tempo, zudem dauert das Ganze auch ganz schön lang dafür, dass ohnehin klar ist, wie die Sache ausgeht. Hier hätte eine etwas straffere Inszenierung gut getan. Und auch Grimmel, der Schurke des Films, ist zwar ordentlich fies, seine Motivation für sein Verhalten ist aber arg dünn und überzeugt nicht völlig.

Bei den Spezialeffekten muss sich "Drachenzähmen leicht gemacht 3" nicht verstecken.(© 2019 Universal Pictures)

Dafür schafft es DeBlois, die Liebesgeschichte zwischen Hicks und seiner Freundin Astrid schön weiterzuerzählen und auch den Prozess des Erwachsenwerdens, dem sich Hicks als Häuptling des Stammes stellen muss, mit passenden Dialogen glaubwürdig und nachvollziehbar zu erzählen. Das zeigt deutlich, wie viel die Drachenzähmen-Reihe zu erzählen hat und wie gering der Unterschied zu anderen großen Fantasy-Sagas ist.

Fazit

Auch der abschließende Teil der "Drachenzähmen leicht gemacht"-Trilogie bleibt dem Geist der Reihe treu und erzählt neben sehr witzigen Momenten auch eine Story, die durchaus ernst und melancholisch werden kann. Minimal schwächer als die ersten beiden Filme kann aber auch der dritte noch richtig gut unterhalten. Und bietet einen buttersüßen Abschied von den Drachenreitern von Berk.

Wenn ihr wissen wollt, welche Kino-Highlights in nächster Zeit noch Anlaufen, empfehlen wir euch unsere Übersicht.


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