Fitbit Care: Mit Fitbit-Plus-App will auch Fitbit in den Gesundheitsmarkt

Fitbit will sich künftig nicht mehr nur auf die fitnessaffine Zielgruppe fokussieren, sondern auch den Gesundheitsmarkt erobern.
Fitbit will sich künftig nicht mehr nur auf die fitnessaffine Zielgruppe fokussieren, sondern auch den Gesundheitsmarkt erobern.(© 2018 Fitbit)

Mit Fitbit Care kündigt der Fitnesstracker-Anbieter seinen eigenen Gesundheits-Service an. Dafür gibt es die neue App "Fitbit Plus", die man erst nach einer Einladung von teilnehmenden Krankenkassen, Arbeitgebern oder Trainern richtig nutzen kann.

Fitbit Care richtet sich in erster Linie an Trainer, Partner aus dem Gesundheitswesen oder Arbeitgeber, die mit Wearables die Gesundheit der Mitarbeiter oder Kunden beziehungsweise Patienten im Blick behalten und fördern wollen: Dafür können die Endverbraucher auf deren Einladung die neue App "Fitbit Plus" für iOS und Android herunterladen, die dann die relevanten Daten von Fitbit-Wearables und anderen medizinischen Geräten, etwa Blutdruckmessgeräten oder Körperfettwaagen verarbeitet. Damit lassen sich Gesundheitsziele oder Pläne erstellen und diese mit dem App-Coach verfolgen, Erinnerungen erstellen, Fortschritte dokumentieren und auf Wunsch mit Freunden oder der Familie teilen. Darüber hinaus soll die neue Fitbit-App als Community-Plattform dienen, über die sich Nutzer austauschen oder Selbsthilfegruppen zu bestimmten Gesundheitsthemen gründen können. Auch Trainer wie Arbeitgeber können die App als Sprachrohr nutzen, um ihre Zielgruppe zu motivieren.

Erstmal ist die App nur in den USA und für Gesundheitsdienstleister relevant

Zum Start ist Fitbit Plus nur in den USA aktiv und funktioniert wie gesagt nur auf Einladung von einer übergeordneten Gesundheits- oder Wellness-Institution, die mit Fitbit Care arbeiten. Dazu zählt zum Beispiel die US-Krankenkasse Humana, die interessierten Kunden Fitbit-Wearables zur Verfügung stellt und dafür an deren Fitnessdaten kommt. Nutzer sollen über die Fitbit-Plus-App auch ärztlichen Rat einholen können: Dafür sollen Mediziner Zugriff auf persönliche Daten beziehungsweise Gesundheitsparameter des Nutzers erhalten, um die optimale Behandlung sicherzustellen.

Wann kommt Fitbit Plus nach Deutschland?

Wann Fitbit die neue Gesundheitsinitiative in Europa beziehungsweise Deutschland startet, ist noch ungewiss. Das hängt auch mit dem hierzulande recht komplexen Thema Datenschutz zusammen. Außerdem müssen sich Medizinprodukte einer gründlichen und langwierigen Prüfung unterziehen, bis sie als solche zugelassen werden. Diesem Problem steht derzeit auch Apple gegenüber: Mit derApple Watch Series 4 und der angekündigten EKG-Funktion will auch Apple eine breitere Zielgruppe auf dem Gesundheitsmarkt ansprechen. In den USA soll das eingebaute Elektrokardiogramm noch 2018 mit einem Update auf der Smartwatch freigeschaltet werden: Ob oder bis wann es auch eine Zulassung für Europa und Deutschland erhält, ist im Augenblick noch offen. Wenn ihr lieber wissen wollt, welches neue Wearable von Fitbit im Oktober erhältlich sein wird – auch in Deutschland – dann lest unsere Hands-on des Charge 3 von der IFA.

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