Fitbit Versa: Fitnessarmband kann Grippewelle erkennen

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Die Sensoren der Fitbit Versa erfassen zahlreiche Daten, die für eine Analyse der Gesundheit werden können
Die Sensoren der Fitbit Versa erfassen zahlreiche Daten, die für eine Analyse der Gesundheit werden können(© 2018 CURVED)

Fitbit Versa, Charge 3 und Co. zählen zu den besten Fitness- und Healthtrackern auf dem Markt. Und die Wearables haben sogar bislang unbekannte Fähigkeiten. Sie können Grippewellen vorhersagen.

Aus einer von The Lancet veröffentlichten US-Studie geht hervor, dass Herzfrequenz- und Schlafdaten von tragbaren Fitnesstrackern wie der Fitbit Versa genauer und schneller Informationen über mögliche Grippewellen geben als aktuell genutzte Überwachungsmethoden. Gesundheitsbehörden können anhand dieser Daten schneller reagieren und zum Beispiel Schulen schließen, um so die Zahl der Infektionen zu verringen. Jährlich sterben weltweit 650.000 Menschen an Influenza.

Daten in Echtzeit, statt mit wochenlanger Verzögerung

Die Forscher stuften für ihre Studie den wöchentlichen Ruhepuls als anormal ein, sobald dieser laut Fitbit-Gerät zu stark von den Normwerten abwich. Auch die Schlafdauer wurde verglichen. Sobald beide Werte nicht normal waren, gingen die Wissenschaftler davon aus, dass eine Grippeerkrankung im Anmarsch war.

Sie verglichen die Daten zudem mit wöchentlichen Schätzungen für grippeähnliche Krankheiten. Zum Hintergrund: Der Ruhepuls steigt bei Infektionskrankheiten, außerdem kommt es zu Schlafstörungen. Beides scheinen Fitbit-Geräte wie etwa die Fitbit Versa 2 zuverlässig erkennen zu können.

Fitbit ein vielversprechendes Gesundheits-Tool

An der Untersuchung nahmen 200.000 Personen teil, darunter 47.000 Fitbit-Nutzer. Die Daten von letztgenannter Gruppe war offenbar sehr zuverlässig. Dank den von den Fitbit-Nutzern gesammelten Infos konnten bundesweit Grippewellen früher und genauer vorhergesagt werden als durch die Daten der anderen Teilnehmer, heißt es. Denn dies geschieht dank Fitbit quasi in Echtzeit, während die Behörden bei den bisherigen Reports ein bis drei Wochen hinterherhinken.

Die Wissenschaftler wollen nun in weiteren Studien schauen, ob die Wearables wirklich so zuverlässig sind. Sie seien laut den aktuellen Erkenntnissen aber schin einmal ein vielversprechendes Instrument zur Überwachung von Krankheiten. Wer ein Fitbit-Wearable nutzt, musste übrigens nicht extra sein Einverständnis für die Studie geben. Nutzer stimmen ohnehin zu, dass ihre anonymisierten Daten gegebenenfalls für wissenschaftliche Zwecke genutzt werden.

Geräte wie die Fitbit Versa, Charge 3 und Ionic können dank ihrer Aufzeichnungen übrigens auch auf Schlafapnoe, eine Lungenentzündung oder Asthma hinweisen. Dies ist über einen SpO2-Sensor möglich, der den Sauerstoffgehalt im Blut ermittelt. Da werden derzeit sogar Nutzer einer Apple Watch neidisch, die als Branchenprimus gilt.


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