Fitnesstracker-Studie: Wer nutzt eigentlich Fitness- und Gesundheits-Apps?

Wer nutzt eigentlich Fitnesstracker und -Apps? Sind das wirklich vorrangig fitte Sportler?
Wer nutzt eigentlich Fitnesstracker und -Apps? Sind das wirklich vorrangig fitte Sportler?(© 2018 Shutterstock / lzf)

Wer nutzt eigentlich Fitnesstracker und Gesundheits-Apps? Alle, die ein Smartphone haben! Das hat jetzt eine Umfrage der Techniker Krankenkasse offiziell bestätigt. Dem Klischee der Selbstoptimierung halten Fitness-Devices und Wearables aber nicht stand.

Jeder Vierte überwacht seine Gesundheit und Fitness mit Fitnesstrackern beziehungsweise Apps auf dem Smartphone, wie die Techniker Krankenkasse (TK) in ihrer Studie "Homo Digivitalis" herausgefunden hat. Dafür hatte das Meinungsforschungsinstitut Forsa im Januar 2018 über tausend Erwachsene in Deutschland zwischen 18 und 70 Jahren mithilfe von computergestützten Telefoninterviews von zu ihrem Gesundheitsbewusstsein befragt.

Mehr als jeder Vierte nutzt Fitness- und Gesundheits-Apps

Heraus kam, dass mit 27 Prozent mehr als ein Viertel der Befragten mindestens eine App zur Dokumentation ihrer Fitness beziehungsweise Gesundheit aktiv nutzen: sei es ein Fitnesstracker oder eine Gesundheits­-App, eine Pulsuhr oder eine Smartwatch.

Tatsächlich lassen sich mit den neuesten Wearables auch relativ zuverlässig zurückgelegte Schritte und Treppen, Fitnesstrainings aller Art, Ruhepuls wie auch Stresslevel, Schlafphasen, verbrannte Kalorien und über kompatible Ernährungs-Apps auch die aufgenommenem Kalorien und Nährstoffe dokumentieren. Sprich: Wenn ich diszipliniert alles tracke, was ich esse und trinke, kann ich meine Kalroienbilanz verfolgen oder mit einem Fitnesstracker meine Ausdauerleistung analysieren.

Nicht nur Superfitte nutzen Fitness-Apps, aber die Affinität ist höher bei der sportlichen Zielgruppe.(© 2018 Shutterstock / Wisiel)

Ob fit, krank oder Durchschnitt: Gesundheits-Tracking ist beliebt

Aber bedeutet das gleichzeitig, dass vor allem Leute mit einem körperlichen Optimierungswahn der Tracking-Technik verfallen sind? In jedem Fall haben sie laut der TK-Studie eine größere Affi­nität zu digitalen Fitness- und Gesundheitsanwendungen: Hier hat jeder Dritte ein Wearable und jeder Fünfte Gesundheits-­Apps installiert. 15 Prozent der Befragten haben eine Smartwatch, die vor allem bei Fitnessfans immer gefragter sind.

Egal ob super fit oder chronisch krank: Gesundheits-Apps sind grundsätzlich durch die Bank weg gefragt. Selbst bei der nicht sonderlich körper- und gesundheitsbewussten Zielgruppe nutzt jeder Achte mindestens eine Gesundheits-App. Bei Befragten zwischen 30 und 40 Jahren sogar jeder Fünfte. Erst bei den über 60-Jährigen schrumpft das Interesse für digitale Advices auf sechs Prozent – vermutlich, weil die ältere Generation auch noch eher ohne Smartphone auskommt.

Geld spielt auch eine Rolle: Selbst wenn Gesundheits-Apps oft kostenlos sind

Apropos Hardware: Auch das Einkommen wirkt sich auf die Nutzung von Fitness-Apps aus. Bei der Gehaltsklasse unter 1.500 Euro hat nur jeder Zehnte eine Gesundheits-App auf dem Smartphone und nur 83 Prozent leisten sich ein Wearable. Ab 4.000 Euro monatlich liegt das Tracking-Verhalten bei 36 Prozent.

Geld spielt auch eine Rolle für die Affinität zu Fitness- und Gesundheits-Apps: Vielleicht, weil man sich mit mehr Geld auch coolere Gadgets leisten kann.(© 2018 picture alliance / dpa Themendienst)

Fazit: Nicht nur Gesundheits-Freaks sind überzeugte Tracker, aber wer trackt, fühlt sich fitter

Als Fazit stellen wir fest: Nicht nur extrem Gesundheitsbewusste sind die Zielgruppe für Anbieter von Fitnesstracker und -Apps, aber ein auffällig großer Teil derer, die entsprechende Anwendungen nutzen, ordnen ihre Gesundheit sowie ihr Know-how dazu als sehr gut ein – nämlich immerhin 14 Prozent. Wer nur zufrieden bis unzufrieden mit seinem Gesundheitszustand ist und sich auch nicht eingehend mit Gesundheitsthemen befasst, gehört auch nur mit einer fünfprozentigen Wahrscheinlichkeit zu einem Anhänger von Gadgets und Fitness-Apps.

Weiterführende Artikel zum Thema

Wer jetzt auch noch erfahren möchte, welche die beliebtesten Fitness-Apps sind und wieviel die Deutschen bereitwillig für derartige Anwendungen ausgeben, der liest weiter. Eine Empfehlung der Redaktion für die Top 7 Fitness-Apps haben wir ebenfalls zusammengestellt. Falls ihr überlegt, euch einen neuen Fitnesstracker zu kaufen, schaut euch unsere Empfehlungen zu den besten Wearables mit Pulssensor an. Falls ihr euch für die Neuerscheinungen von Fitbit und Garmin interessiert, die diesen Herbst erst in den Handel kommen, haben wir auch schon Infos für euch.


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