Flappy Bird Bot: Diese Maschine spielt besser als Ihr

Ein Gerät, gebaut um Flappy Bird zu meistern
Ein Gerät, gebaut um Flappy Bird zu meistern(© 2014 Cloudteastudio)

Das Spielprinzip von Flappy Bird ist simpel und vielleicht gerade deshalb so frustrierend. Simpel genug jedenfalls, dass zwei Chinesen in ihrer Freizeit ein Gerät bauen konnten, das dem kniffligen Spiel mit maschineller Präzision begegnet – und mit einigem Erfolg.

Vier Tage haben Liu Yang und Shi Xuekun an ihrem Flappy Bird Bot gebaut, wie sie in ihrem Blog verraten. Der ist wie folgt aufgebaut: Auf einem Stativ befestigt überblickt eine Webcam das darunter liegende Tablet, auf dem die Kult-App läuft. Ein Farbfilter registriert die quietschgrünen Röhren, denen der pixel-fedrige Protagonist von Flappy Bird ausweichen muss. Die so erfassten Bilder werden in einem angeschlossenen PC verarbeitet und dann über eine umfunktionierte Festplatte in Bewegungen umgesetzt: Ein befestigter Touch-Pen lässt den Vogel nun im richtigen Moment flattern. Wie das Ganze in Aktion aussieht, könnt Ihr euch im folgenden Video anschauen:

Prototyp ist Flappy Bird noch nicht ganz gewachsen

Wo zuvor schon Millionen von Menschen versagt haben, ist auch die Maschine nicht ohne Makel. Der Flappy Bird Bot knackt im Video zwar locker die 100er-Marke – im Gegensatz zu den meisten von uns. Doch letztendlich versagt auch die Technik gegen die Kult-App, das Vögelchen geht zu Boden und das Spiel startet von vorn. Wenigstens der nun eigentlich entstehende Frust eines menschlichen Spielers bleibt dem Gerät erspart.

Für dessen Entwickler gilt das freilich nicht, denn sie wollen den Prototypen ihres Flappy Bird Bots noch weiter optimieren. Ein Blick in die Bestenlisten der aus den App Stores längst wieder verschwundenen App belegt schließlich, dass der Maximalwert von 9999 passierten Röhren bereits mehrfach erreicht wurde – vermutlich sogar von Spielern aus Fleisch und Blut.


Weitere Artikel zum Thema
So sieht Super Mario Bros als Augmen­ted-Reality-Game aus
Christoph Groth1
AR Mario
Nintendos Klassiker Super Mario Bros als lebensgroße Augmented-Reality-Version? Das hat jetzt ein indischer Entwickler möglich gemacht.
Poké­mon GO: Diese Stra­fen warten auf Betrü­ger
Pokémon GO wird um neue Features erweitert und knüpft sich Cheater vor
Wer sich in Pokémon GO das Leben mit Schummelsoftware bisher einfach gemacht hat, dem verpasst Entwickler Niantic nun ein Brandmal.
WhatsApp: Rück­ruf von Nach­rich­ten könnte schon bald möglich sein
Michael Keller
WhatsApp wird vermutlich bald das Zurückholen von Nachrichten erlauben
Schon lange gibt es Gerüchte dazu – und nun neue Hinweise: WhatsApp könnte schon bald via Update das Zurückholen von Nachrichten möglich machen.