Flattr: CEO Peter Sunde zieht Zwischen-Fazit

Auf der diesjährigen Blogger-Konferenz in Berliner zog der Flattr-Gründer Peter Sunde ein Zwischenfazit zu seinem Mikropayment-Dienst Flattr. Mittlerweile würden pro Monat etwa 100.000 Euro an Online-Redaktoren und Blogger ausgeschüttet.

Vor gut einem Jahr wurde der Dienst auf der re:publica vorgestellt und sorgte für viel Wirbel. Bis dahin war es im Internet nur möglich, Einnahmen aus komplett kostenpflichtigen Diensten oder durch Werbeinnahmen zu verdienen. Einen Mix aus beiden Quellen, quasi eine freiwillige Bezahlmethode gab es nicht.

Flattr sollte dies ändern – das Internet von einem kostenfreien in einen kostenpflichtigen Raum verwandeln – allerdings auf freiwilliger Basis. Ein Jahr nach Gründung zieht CEO Peter Sunde auf der Blogger-Konferenz re:publica 11 in Berlin sein Resümee: „Immer heißt es, die Menschen wollen im Internet alles für umsonst haben“. Dies sei seines Erachtens nur die halbe Wahrheit, denn „die Menschen wollen zahlen. Wir müssen es ihnen nur so einfach wie möglich machen.“.

Verbesserungen beim Mikropayment-Dienst Flattr geplant

Dazu soll es in naher Zukunft einige Verbesserungen an der Flattr-Software geben. Zum Beispiel möchte man durch eine bessere Lokalisierung auch Mitglieder im nicht englischsprachigen Raum gezielter ansprechen können. Des weiteren sei das Anmeldeverfahren noch alles andere als Ideal – jeder Internetbenutzer soll ich den Lage sein, sich bei Flattr zu registrieren und den Dienst gezielt nutzen zu können.

Gerade in Deutschland habe man laut Aussagen von Sunde eine große Nutzermenge ansprechen können. Beispielsweise hat die Tageszeitung taz den flattr-Button in ihre Online-Ausgabe integriert. Ein anderes Positiv-Beispiel stellt der deutsche Podcaster Tim Pritlove dar; sein Flattr-Monatseinkommen nähert sich mittlerweile der 2000-Euro-Marke.

Selbstverständlich gibt es auch viel Kritik am Mikropayment-Dienst. So berichten viele deutsche Blogger, dass sich ihre flattr-Einnahmen auf einem konstant sehr niedrigen Niveau bewegen. Es scheint so, als könnten nur die wirklich großen profitieren – und dieser Internetkultur wollte flattr ja gerade entgegenwirken.