Flickr: Online-Fotodienst beschränkt sein kostenloses Angebot deutlich

Für Smartphone-Fotografen wird Flickr deutlich unattraktiver
Für Smartphone-Fotografen wird Flickr deutlich unattraktiver(© 2018 CURVED)

Auch wenn Flickr nicht mehr so beliebt ist wie zu Hochzeiten: Viele Nutzer haben nach wie vor Bilder bei dem Online-Fotodienst gespeichert. Mit der kostenlosen Version könnt ihr künftig aber deutlich weniger Fotos sichern als bisher.

In Zukunft lassen sich mit einem kostenlosen Account bei Flickr nur noch 1000 Bilder hochladen, wie es in einem offiziellen Blog-Post heißt. Bisher war das Limit nicht an eine bestimmte Anzahl von Fotos gebunden. Stattdessen stand Nutzern kostenlos ein Terrabyte an Speicher zur Verfügung. Wollt ihr mehr als 1000 Bilder bei Flickr speichern, benötigt ihr demnächst einen Pro-Account. Dieser kostet knapp 49,99 Dollar im Jahr oder 5,99 Dollar im Monat.

Mehrere Gründe geben den Ausschlag

Ein wenig Zeit für die Entscheidung habt ihr noch. Die Änderung tritt erst am 8. Januar 2019 in Kraft. Flickr gibt mehrere Gründe für die Entscheidung an. Zum einen habe das umfangreiche kostenlose Angebot Nutzer angezogen, die in erster Linie an dem Speicherplatz interessiert gewesen seien. Künftig soll Flickr wieder eine lebendige Community werden, deren Mitglieder gemeinsame Interessen teilen und Fotografie ernst nehmen.

Ein weiterer Grund sei das Geschäftsmodell. Durch das Limit erhoffe sich Flickr mehr Einnahmen durch Abos. Diese wiederum sollen sicherstellen, dass die Nutzer im Vordergrund stehen und nicht die Werbekunden. Denn die Alternative zu Abo-Erlösen seien eben nun einmal Einnahmen durch Anzeigen.

Zu guter Letzt würde kostenloser Speicher den Nutzern signalisieren, dass Flickr es nicht wert sei, dafür zu bezahlen. Tatsächlich sei aber das Gegenteil der Fall. Warum hat man sich genau für ein 1000-Bilder-Limit entschieden? Weil 97 Prozent der Gratis-Nutzer weniger Fotos hochgeladen haben, die überwältigende Mehrheit der Pro-User aber mehr.


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