Food-Blogs und Apps: Rezepte aus den gesündesten Ländern der Welt

Vor allem kulinarisch Experimentierfreudige dürften mit diesen Food-Blogs und Rezepte-Apps Lust aufs Kochen bekommen.
Vor allem kulinarisch Experimentierfreudige dürften mit diesen Food-Blogs und Rezepte-Apps Lust aufs Kochen bekommen.(© 2018 Shutterstock / Kiian Oksana)

Weniger Fastfood und häufiger selbst kochen: Wenn das auch euer Vorsatz ist – egal ob mit dem Ziel fitter oder schlanker zu werden – dann haben wir hier Inspiration aus den gesündesten Ländern der Welt für euch: Vor allem kulinarisch Experimentierfreudige dürften mit diesen Food-Blogs und Rezepte-Apps Lust aufs Kochen bekommen.

Island, Singapur, Schweden, Andorra und Großbritannien: Es mag etwas überraschen, aber diese fünf Ländern zählen zu den gesündesten der Welt. Eine Studie, die schon vor einiger Zeit im englischen Medizinjournal "The Lancet" veröffentlicht wurde, hatte dafür über 30 Indikatoren wie Krankheiten, Verletzungen und Risikofaktoren der vergangenen 25 Jahre in 188 Ländern untersucht. Aber auch Einkommen pro Kopf, Bildungsabschluss und Geburtenrate bestimmten das Länder-Ranking. Demnach sind die genannten fünf Länder die klaren Gewinner. Die Ernährung wurde zwar nicht direkt berücksichtigt, dürfte im Hinblick auf die Gesundheit der Landsleute aber eine nicht minder wichtige Rolle spielen: Hier würde man jetzt vielleicht erwarten, dass vor allem Japan, die Mittelmeer-Küche oder Thailand vorne mit dabei sind, wenn es um gesunde Essgewohnheiten geht. Aber wir wollen uns jetzt mal die kulinarischen Highlights aus Island, Schweden, Andorra, Singapur und (man mag es kaum glauben:) England etwas genauer anschauen.

Island: Fisch ohne Ende, Island-Moos sowie Skyr für einen gesunden Magen

Fisch, Fisch und nochmals Fisch: ob getrocknet, geschmort, gebraten, überbacken, mariniert, pochiert oder in Form von Fischbällchen – die Isländer schwören auf Meerestiere zur Hauptmahlzeit. Aber auch Lamm mit Wintergemüse und karamellisierten Kartoffeln und Rhababer-Mmarmelade ist eine beliebte Kombination. Wie wäre es ansonsten mit einer Island-Moos-Suppe? Das nordische Felsengras kennen wir nur aus der Apotheke, in Form von Lutschpastillen gegen Husten. Tatsächlich aber verwenden die Isländer es auch in der Küche: In einer Suppe als Vorspeise kommt es besonders gut, da es nicht nur hustenstillend und entzündungshemmend wirkt, sondern auch den Appetit anregt und gut für den Magen ist.

Auch das traditionelle isländische Milchprodukt Skyr ist hierzulande inzwischen bekannt. Typische Fischrezepte, aber auch leckere Haferplätzchen und frisches Bierbrot findet ihr auf dem Reiseblog von Stefan Franke oder auch in der englischsprachigen App "Islandic Food Recipes" für Android (kostenlos). Darüber hinaus lohnt ein Blick in die bunte Sammlung von isländischen Gerichten auf Pinterest.

Singapur: Die neue asiatische Küche, beeinflusst durch Schätze und Gewürze aus Südostasien, China und Indien

Das Essen im kleinsten Insel- und Stadtstaats Südostasiens, Singapur, ist sehr bunt und multikulturell: Dank der Einwanderer aus allen Teilen Südostasiens und Indiens finden sich hier Einflüsse der chinesischen, malaiischen, indischen, thailändischen, indonesischen, japanischen und koreanischen Küche. So ist eine kulinarische Vielfalt in Singapur entstanden, die auch als "neue asiatische Küche" gefeiert wird. Die kostenlose Android-App HungryGoWhere zeigt euch nicht nur, wo ihr in Singapur gut essen gehen könnt, sondern auch, wie ihr die landestypischen Gerichte ganz einfach zuhause nachkochen könnt.

Auf dem international viel gelobten Blog rasamalaysia.com präsentiert Bee aus Kalifornien, die sich auf die asiatische Küche spezialisiert hat, einfache und leckere Rezepte aus Singapur.

Der Blog mysingaporefood.com hingegen ist von Einheimischen und hat das Ziel, das kulinarische Erbe für die Nachwelt zu pflegen: So präsentieren die Macher hier seit 2015 anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der kleinen Republik 50 landestypische Rezepte. Für ein Nationalgericht können sich die Singapurer aber nicht entscheiden und lieben alle zehn: darunter Laksa (Reisnudeln mit Kokosnuss-Curry-Soße, Shrimps, Ei und Hähnchen), Char Kway Teow (gebratene Nudeln mit dunkler süßer Soße, Bohnensprossen, Fischfrikadellen, Venusmuscheln und chinesischen Würstchen), Bak Kut Teh (Schweinerippchen mit fünf Gewürzen, Knoblauch und Paprika in einer Suppe, dazu frittierte Teigtaschen) oder Satay (Fleischspieße mit Reiskuchen, Gurke und Erdnusssoße) sowie Rojak (Früchte-Gemüse-Salat mit Mango und Tintenfisch, Erdnüssen und Krabbenpaste). Vor allem Fisch, Hühnchen, exotisches Gemüse und allerhand gesunde Gewürze und Kräuter überzeugen in Singapur.

Eine Schüssel voller Schätze: In Singapur kommen viele kulinarische Einflüsse zusammen.(© 2018 Shutterstock / ThamKC)

Schweden: Jannson's Versuchung, Milchprodukte und Superfood in Form von Preiselbeeren

Die Schweden lieben "Husmanskost" – können aber weitaus mehr, als die weltweit beliebten Fleischbällchen namens Köttbullar. Auf den Speisekarten finden sich nicht selten Gerichte wie Elch- und anderes Rotwildfleisch, viel Fisch – vor allem Lachs – und Kartoffeln ohne Ende. Die gehören natürlich auch in das schwedische Nationalgericht, das vor allem zu Weihnachten und im Winter auf den Tisch kommt: Jansson’s Frestelse, also: Janssons Versuchung. Die Zutaten und die Zubereitung sind kein Hexenwerk, aber seht selbst:

Zum Frühstück legt man in Schweden Wert auf Milchprodukte, wie etwa Filmjölk, eine Art Joghurt, der gern zum Müsli gegessen wird und – wie in Island Skyr – gut für die Darmflora ist. Auch Preiselbeeren passen als Superfood in Schweden fast immer: egal ob als Marmelade oder Soße verarbeitet oder in Kuchen und Desserts. Die Schweden mögen übrigens besonders gern die Kombination von Saurem mit Süßem.
Schaut für passende Rezepte einfach mal auf dem liebevoll geführten Blog "Schwedisch kochen in Deutschland" vorbei oder ladet euch die App fürs iPhone runter: "Köttbullar, die Koch-App für Schwedenfans und Neugierige" (kostet etwa einen Euro).

Zum Kaffee gibt es in Skandinavien natürlich gerne Zimtschnecken oder anderes Gebäck – das wir euch hier aber lieber vorenthalten, schließlich ging es ja darum, dem internationalen Gesundheitstrend nachzueifern...

Andorra: Antioxidantien und fürstliche Spezialitäten gegen alles was den Körper stresst

Inmitten der östlichen Pyrenäen und angrenzend an Frankreich und Spanien liegt das kleine Fürstentum Andorra. Seine Küche ist überwiegend katalanisch aber auch spanisch beeinflusst. Typische andorranische Spezialitäten sind Trinxat als Stampf aus Blumenkohl, Kartoffeln und Lachs oder der Tupi-Käse nach speziellem Reifverfahren im Tonkrug. Auch  Pilzomlette mit dem Namen Truites de Carreroles sowie schmackhafte flache Coques (Kuchen) werden dort gern gegessen. Diese Rezepte findet man hierzulande selten – eine App oder ein YouTube-Kochtutorial, das nicht auf katalanisch ist, haben wir zwar nicht gefunden, aber dafür eine schöne Website: Auf dem Portal für Kochrezepte aus aller Welt, cuisimonde.com, findet ihr weiterführende Infos und Rezepte zu den hier aufgezählten Spezialitäten. Übrigens genießt man zu gutem Essen im kleinen Fürstentum gerne guten Rotwein – in Maßen versteht sich. Wein ist ebenfalls reich an Antioxidantien, und die bremsen Alterungsprozesse im Körper.

Wintergemüse und Power-Frühstück aus dem Vereinigten Königreich Großbritannien

Egal ob winterliche Gemüsegerichte wie Rote-Bohnen-Lasagne und Colcannon mit Grünkohl oder reichhaltiges Power-Frühstück wie Naturreis-Porridge mit Banane: Die Engländer leben nicht nur für und von Scones, Bohnen mit Speck oder Fish and Chips. Und selbst Letzteres lässt sich gebacken statt frittiert und vielleicht noch mit einer Salat-Garnitur ohne schlechtes Gewissen verspeisen. Die gesunden Rezepte findet ihr in der England-Rubrik des Küchengötter-Portals. Falls ihr lieber mobil mit einer App auf Einkaufstour und anschließend an den Herd geht, lohnt ein Blick in die kostenlose "English Food"-App für Android: Hier findet ihr klassische englische Suppen, Fischgerichte, indisch angehauchte Chicken-Variationen oder auch Ingwer-Frucht-Crumbles für die Tea Time.

English Breakfast geht auch anders: Porridge, Vitamine und Tee sind Würstchen und Co. vorzuziehen.(© 2018 Shutterstock / Yuliya Gontar)

Drei lovely Food-Blogs aus dem Vereinten Königreich wollen wir euch nicht vorenthalten: Auf charlotteslivelykitchen.comlavenderandlovage.com, und  theenglishkitchen.blogspot.de werdet ihr die englische Küche lieben lernen – versprochen!

Fazit: Regionale Zutaten und Lebensgenuss halten fit und froh – egal wo

Lässt man sich all diese landestypischen Rezepte auf der Zunge zergehen, fällt zweierlei auf: Unsere Vorurteile, vor allem über das fettige und süße Essen in England und Schweden, sind nur die halbe Wahrheit. Die Landsleute dort sind genauso wie in Singapur, Island und Andorra ausgesprochene Genießer und zu Recht sehr stolz auf ihre einheimischen Zutaten und Spezialitäten – wie Fisch, Gewürze, Moos, Beeren, Gemüse und Wein.

In Großbritannien kommt immer mehr saisonales Wurzelgemüse statt Fastfood auf den Tisch, während die Schweden mit vielen Milchprodukte für eine gesunden Darmflora sorgen und gern Fisch essen. In Island ist es vor allem der Fisch, der wertvolle Omega-3-Fettsäuren liefert, und außerdem setzen die Isländer auf Schwarzbrot statt Weizenmehl. Kokos, Kurkuma und Ingwer verleihen dagegen der fernöstlichen Küche in Singapur eine entzündungshemmende Wirkung. Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe bereichern die Ernährung in Andorra mit wertvollen Antioxidantien in Gemüse und gutem Wein.

Wenn auch ihr euch vorgenommen habt, öfter und gesünder zu kochen, dabei aber auch mal über den Tellerrand zu schauen, dann findet ihr in diesem Ratgeber passende Rezepte-Blogs und Apps. Wem das zu aufwendig erscheint, der liest einfach unseren Testbericht zu fünf Kochboxen: Hier kommen Rezepte samt Zutaten direkt zu euch nach Hause. Zu guter Letzt wollen wir euch noch die 10 Regeln der Deutschen Gesellschaft für Ernährung ans Herz legen.


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