Force Touch beim Huawei Mate S ausprobiert: das Dealer-Phone

Noch vor dem iPhone 6s hat Huawei Force Touch für Smartphones vorgestellt. Ist cool. Haben wir ausprobiert. Seht Ihr hier.

Was ich generell vom Huawei Mate S halte, und das ist eine ganze Menge, das könnt Ihr Euch im Hands-on durchlesen und anschauen. Was ich bereits zum normalen Modell erwähnte: Die Force Touch-Variante mit 128 Gigabyte internem Speicher vorinstalliert hat Huawei zwar vorgestellt, allerdings ist sie erst im Laufe des Jahres verfügbar. Wann genau, das konnte der Hersteller auf Nachfrage von CURVED noch nicht sagen.

Das Smartphone-Display als Waage

Allerdings hatten wir die Möglichkeit, uns ein Modell mit Force Touch zu schnappen und die neuen Funktionen auszuprobieren. Momentan sind das: ein Waage-Feature namens “Fun Scale”, das das Gewicht von Objekten über das Display misst sowie die Möglichkeit, durch stärkeren Druck auf einen Bildbereich in Fotos hineinzuzoomen. Zudem lässt sich die typische Navigation Bar und Android ersetzen durch Touchbereiche, die je nach Druck den Schnellstart einer App ermöglichen.

So viel zur Theorie. Wohlgemerkt: In den Händen hielten wir ein Vorserien-Modell. Allerdings macht Force Touch auf dem Mate S schon jetzt einen guten Eindruck. Stellt man ein Objekt, das mehr als 100 Gramm wiegt, auf das Display, ermittelt das Smartphone nach einigen Millisekunden das Gewicht - wenn auch nicht ultragenau mit Digitalanzeige, sondern wie eine analoge Waage. Weil die CURVED-Redaktion gerade der Netflix-Serie "Narcos" um den Drogenbaron Pablo Escobar verfallen ist, kam uns der Gedanke: Hey, das wäre doch das perfekte Gimmick für Drogendealer im Jahr 2015. Einfach die kleinen Päckchen mit dem weißen Pulver aufs Display fallen lassen - schon ist das Gewicht ermittelt.

Verfügbar im Laufe des Jahres

Doch zurück zur Technik: Sie funktioniert. Auch in Fotos kann ich mit stärkerem Druck hereinzoomen. Das wirkt zunächst noch ein bisschen hakelig, aber wie erwähnt: Es handelt sich in diesem Hands-on um ein Vorserien-Modell.

Huawei Mate S mit Force Touch (oben) und ohne Force Touch (unten)(© 2015 CURVED)

Huawei merkt an, dass das Force Touch-Modell durch den weiteren Layer im Display einen minimal dickeren Bildschirm hat. Tatsächlich muss man aber sehr, sehr genau hinschauen, um überhaupt einen Unterschied zum “normalen” Mate S zu erkennen.

So hat es Huawei tatsächlich geschafft, Force Touch im iPhone 6s die Schau zu stehlen. Und wie wir uns bereits davon überzeugen konnten: Die Technologie funktioniert. Allerdings ist noch unklar, wann das Sondermodell des Huawei Mate S denn nun in den Handel kommt.


Weitere Artikel zum Thema
Smart­phone-Tests 2020: Die besten Fotos aus unse­ren Reviews
Christoph Lübben
Viele schöne Fotos haben wir 2020 in unseren Smartphone-Tests gemacht. Und das hier ist die wohl beste Aufnahme
Ein Blick zurück auf unsere Smartphone-Tests aus 2020: Hier findet ihr die coolsten Fotos aus allen Reviews der CURVED-Redaktion.
Huawei Mate 40 Pro im Test: Ein König ohne Schloss
Lars Wertgen
Gefällt mir18Das Huawei Mate 40 Pro kostet etwa 1200 Euro
Das Huawei Mate 40 Pro begeistert im Test – auch ohne Google-Dienste. Der Minuspunkt ist nicht nur wegen der überragenden Kamera zu verschmerzen.
Huawei: Ist das der Schluss­strich unter Android?
David Wagner
Her damit8Harmony OS sieht Huaweis EMUI recht ähnlich, wohl auch um den Umstieg zu erleichtern
Huawei hat die erste Beta für das neue Betriebssystem Harmony OS ausgerollt. Kehrt das Unternehmen Android bald den Rücken?