Forscher: Apps im Play Store häufig sehr unsicher

Der Play Store weist mit seiner sehr offenen Struktur große Mängel in der Sicherheit auf
Der Play Store weist mit seiner sehr offenen Struktur große Mängel in der Sicherheit auf(© 2014 CURVED)

Ein Forschungsprojekt aus den USA deckt große Sicherheitslücken in vielen Apps des Google Play Store auf. Erstmals wurden dabei flächendeckend Programme analysiert, die im offiziellen Android-Store zu finden sind, berichtet die Hindustan Times.

Jason Nieh von Columbia Engineering in Washington hat gemeinsam mit dem Doktoranden Nicolas Viennot für ein Paper ein Programm namens PlayDrone durch den Play Store geschickt. Die Software umging dabei Googles Sicherheitssysteme und lud Apps und deren Quelldaten für eine Auswertung herunter.

Schlechte Sicherheitsvorkehrungen auch bei Top-Entwicklern

Die Forscher fanden heraus, dass viele Entwickler die Sicherheit in ihren Programmen sträflich vernachlässigen: Entwicklerpasswörter, die teils innerhalb des Programm-Codes von Apps hinterlegt sein sollen, könnten Unbefugten Zugriff auf Datenbanken mit Nutzerdaten ermöglichen. Die Betroffenen Entwickler sollen inzwischen Benachrichtigungen erhalten haben, damit sie ihre Apps nachbessern können. Auch einige Top-Anbieter des Play Stores sollen sich darunter befinden – und bei mehreren Apps auch Nutzer gefährden, welche die problematische Anwendung gar nicht verwenden.

Mit mehr als einer Millionen Apps und bisher über 50 Milliarden Downloads ist der Play Store vermutlich die größte Datenbank von Smartphone-Software, die es gibt. Der Plattform fehlt es dabei an Sicherheits-Checks, so die Kritik der Forscher: Jeder, der einen Entwickleraccount für 25 Dollar gekauft hat, kann dort Apps einstellen. Die fehlende Kontrolle lässt nicht nur Software mit unzureichenden Sicherheitsvorkehrungen durch, sondern ermöglicht auch den Upload von Spyware und betrügerischen Programmen, wie beispielsweise im Fall der App Virus Shield, die gegen Geld keinerlei Funktion anbot.


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