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Apple und Google schmeißen Fortnite raus – iPhone besonders betroffen

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Auf iOS-Geräten wie dem iPad wird es wohl vorerst keine Fortnite-Updates mehr geben (© 2018 CURVED )
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14.08.20 von

Michael Keller

Es wirkt wie der Kampf David gegen Goliath – und das ist kein Zufall: Epic Games, das Spielstudio hinter dem Hit "Fortnite", lehnt sich gegen Apple und Google auf. Konkret geht es um die Gebühren, die beide Unternehmen für In-App-Käufe erheben – und die Epic Games zu hoch sind.

Epic Games hat den Streich offenbar gut vorbereitet: So konnten Nutzer bei In-App-Käufen auf einmal zwischen zwei Optionen wählen, wie die Zeit berichtet. Die eine Option führte über den App Store und die andere – mit einer deutlich niedrigeren Gebühr – direkt über Epic Games. Damit wollten die Entwickler offenbar die Gebühren umgehen, die sie im Normalfall an Apple entrichten müssen.

Klage gegen Apple wird zum Symbol

Als Konsequenz verbannte Apple Fortnite aus seinem App Store. Google folgte diesem Schritt offenbar kurze Zeit später. Nutzer, die das Spiel installiert haben, können es zwar (noch) weiter nutzen; die Inhalte der nächsten "Season" werden aber auf iPhone und iPad nicht spielbar sein - das betrifft auch den Battle Pass. Epic Games rief die Spieler dazu auf, sich bei Apple zu beschweren. Auf Android-Geräten erlaubt Google hingegen auch die Installation aus "anderen Quellen".

Parallel reichte das Studio Klage gegen Apple ein. Als Begründung für die unterlassene Zahlung führte Epic Games an, dass Apple seine Marktmacht missbräuchlich einsetze. Das Gleiche könnte man natürlich auch Epic Games vorwerfen: Die Entwickler können den Vertragsbruch mit Apple und Google in dieser Weise nur inszenieren, weil sie eine extrem große Macht am Spiele-Markt sind.

Nun werden die Gerichte entscheiden müssen. Und das Urteil dürfte in der ganzen Welt der Mobile Games für Aufruhr sorgen. Sollten die Fortnite-Entwickler Recht bekommen, werden sich andere Entwickler ebenfalls gegen die herrschende Praxis auflehnen.

Orwellsche Dimensionen

Die Aufmerksamkeit ist Epic Games also gewiss. Als seien Klage und Aufruf an die Spieler nicht genug (Trending Hashtag: #FreeFortnite), hat das Unternehmen zudem ein Video veröffentlicht. Darin parodiert es den legendären Mac-Werbespot, der Bezug auf George Orwells "1984" nimmt. Ihr findet das Video am unteren Ende dieses Artikels.

In dem Video von Epic Games, die passenderweise "NINETEEN EIGHTY-FORTNITE" heißt, ist der Diktator auf dem großen Bildschirm ein verfremdetes Apple-Logo. Die Befreierin ist hingegen logischerweise ein Charakter aus dem Spiel Fortnite. Somit inszeniert sich Epic Games selbst als Befreier – viele der weltweit 350 Millionen Fortnite-Spieler dürften diesem Narrativ folgen. Das Gerichtsurteil wird in jedem Fall von allen Seiten mit Spannung erwartet.

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