"Forza Horizon 4": Hersteller streicht Lootboxen aus dem Programm

In "Forza Motorsport 7" gibt es voraussichtlich ab Ende 2018 keine Lootboxen mehr
In "Forza Motorsport 7" gibt es voraussichtlich ab Ende 2018 keine Lootboxen mehr(© 2017 Microsoft)

Tschüss, Mikrotransaktionen: Die Rennspielmarke "Forza" soll künftig ohne Lootboxen und Echtgeld-Währung auskommen. Beides werde es weder in dem bereits erhältlichen "Forza Motorsport 7" geben, noch in "Forza Horizon 4", das am 2. Oktober 2018 erscheint.

Den Sinneswandel verkündete jetzt Alan Hartman vom "Forza"-Entwicklerstudio Turn 10. Obwohl die umstrittenen Lootboxen – also Kisten mit zufälligen Belohnungen – in "Forza Motorsport 7" nie gegen Echtgeld zu kaufen waren, seien sie immer wieder "Ursache für Auseinandersetzungen" gewesen, berichtet Hartman in einem längeren Beitrag auf der "Forza"-Webseite. "Das überwältigende Feedback war, dass dieses System nicht zum Spiel passt." Daher habe sich der Hersteller nach "sorgfältiger Überlegung" nun dazu entschieden, Lootboxen komplett aus dem Spiel zu streichen.

Keine "Forza"-Tokens mehr gegen Echtgeld

Das Gleiche gilt für die sogenannten Tokens, die ihr in früheren "Forza"-Games für Geld kaufen könnt. Auch diese werde man nicht mehr in der Rennspielserie sehen, kündigte Hartmann an. Bis die Lootboxen tatsächlich aus "Forza Motorsport 7" verschwunden sind, werde es noch bis in den Winter 2018 dauern, kündigt der Entwickler an. Allerdings haben die Macher offenbar bereits erste Schritte unternommen und etwa 100 bislang "exklusive" Autos freigeschaltet. Außerdem seien in den Lootboxen schon jetzt keine Autos mehr vorhanden.

Die "Forza"-Entwickler folgen mit ihrer Entscheidung anscheinend einem Trend: Immer mehr Studios reagieren auf die teils massive Kritik an Mikrotransaktionen und In-Game-Käufen. So strich etwa EA bei "Star Wars: Battlefront 2" nach heftigen Beschwerden der Community vorerst die Echtgeldangebote aus dem Game.

Lootboxen und vergleichbare Angebote in Videospielen stehen bereits seit längerer Zeit in der Kritik. Studien haben zufallsgenerierten Belohnungen gegen Echtgeld glücksspielähnliche Mechanismen nachgewiesen. Deshalb kam bereits die Frage auf, ob Lootoxen gegenüber minderjährigen Spielern überhaupt gesetzlich erlaubt sein dürfen.


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