Foxconn erhöht Löhne

Die Mitarbeiter von Foxconn bekommen eine Gehaltserhöhung
Die Mitarbeiter von Foxconn bekommen eine Gehaltserhöhung(© 2014 CC: Flickr/m.p.3.)

Der Apple-Zulieferer Foxconn hat den Arbeitslohn seiner Angestellten erhöht. Das meldet die Nachrichtenagentur Reuters. Ab dem Monat Februar sollen die Löhne um 15 bis 20 Prozent angehoben werden. Foxconn war immer wieder wegen haarsträubender Arbeitsbedingungen in die Schlagzeilen gekommen.

Seit 2010 ist das die dritte Gehaltserhöhung.  Zuletzt wurde die Vergütung im Juni 2010 um 30 Prozent angehoben. Ein sogenannter Junior level worker, der im Werk in Shenzhen arbeitet, soll ab Februar 1.800 Yuan pro Monat bekommen. Nach Abschluss eines technischen Examens wird der Verdienst auf monatlich 2.200 Yuan erhöht. Wie Foxconn mitteilte, liege die Firma damit über dem von der örtlichen Regierung vorgegebenen Mindestlohn. Der Konzern wolle als "gutes Beispiel" vorangehen.

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Apple: Unabhängige Kontrolleure bei Foxconn

 

Der Technikkonzern Apple hat unabhängige Kontrolleure nach China zum Zulieferer Foxconn geschickt, um die Arbeitsbedingungen vor Ort zu beurteilen. Apple will damit in erster Linie für mehr Transparenz sorgen.

Die Fair Labor Association FLA hat im Auftrag von Apple mit der Überprüfung der Arbeitsplätze im chinesischen Raum begonnen. Das teilte die Geschäftsführung mit. Der Präsident von FLA, Auret van Heerden, ist mit anderen Spezialisten aus dem Bereich des Arbeitsrechtes nach Shenzhen (China) gereist. “Wir sind der Überzeugung, dass die Arbeiter überall das Recht auf ein sicheres und faires Arbeitsverhältnis haben, weshalb wir die FLA gebeten haben, die Situation bei unseren größten Zulieferern unabhängig zu bewerten”, sagte CEO Tim Cook. In der Elektronikbranche ist dieses Verhalten bis jetzt eher unüblich gewesen.

Apple schickt – trotz der Prüfungskommission – weiterhin eigene Leute in die Zulieferbetriebe. Um sich ein Bild von der Lage zu machen, wollen die Experten des FLA Tausende von Mitarbeitern befragen. Die Fragen beziehen sich auf die Arbeits- und Lebensbedingungen, die Arbeitszeiten, die Gehälter, Management-Fragen und den Arbeitsschutz.

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