Fragen zu Android O: Googles Entwickler stehen Rede und Antwort

Android O soll innerhalb der nächsten Wochen erscheinen.
Android O soll innerhalb der nächsten Wochen erscheinen.(© 2017 CURVED)

Wie wird die finale Version von Android O heißen? Wie wird sich Android O auf Android Wear auswirken? Warum gibt es keine Blob-Emojis mehr? Diese und weitere Fragen über Android O haben verantwortliche Google-Entwickler auf Reddit beantwortet.

Für Android O geht es auf die Zielgerade. Nach der ersten Developer Preview und der öffentlichen Beta enthielt die dritte Entwicklerversion kaum noch wichtige Neuerungen. Mitarbeiter aus dem Entwicklerteam nahmen sich deshalb die Zeit, um im Rahmen eines AMA ("Ask me anything") Fragen von Nutzern auf Reddit zu beantworten.

Eine der Fragen galt den Blob-Emojis, die Google mit Android O ersetzt hat. "Warum habt Ihr die Blob-Emoji[s] gekillt?" wollte ein Nutzer wissen. Die Antwort liegt auf der Hand: Unicode hat das Spektrum der Emojis in den vergangenen Jahren erheblich erweitert und neue Kategorien geschaffen hat. Das aktuelle Designsystem habe das erweiterte Set allerdings nicht gut unterstützt. Deswegen war eine visuelle Auffrischung notwendig.

Abschied von den Blobs. So sehen die neuen Emojis in Android O aus.(© 2017 Emojipedia)

Android O auf Tablets und Auswirkungen auf Android Wear

Eine Frage drehte sich um die Auswirkungen von Android O auf Android Wear. Nutzer dagobaw kritisierte den langsamen Rollout des Betriebssystems in der Version 2.0 sowie die Probleme mit dem Nutzerinterface und fragte, ob man in Zukunft mit Verbesserungen rechnen könne. Die Antwort: Android O für Android Wear wird ein überwiegend technisches Upgrade für das Smartwatch-System sein.

Demnach würde Android Wear ebenfalls von der Hintergrund-Limitierung profitieren. Inaktive Apps laufen dann also auch auf der Uhr im Hintergrund nur eingeschränkt. Das soll sich positiv auf die Akkulaufzeit auswirken. Außerdem bekommt Ihr mehr Kontrolle über Benachrichtigungen. Auch das kennen wir schon von der Smartphone-Version des Systems.

Eine weitere Nutzerfrage beschäftigte sich mit der Fertigstellung des Nutzerinterfaces für Tablets. Die Antwort: Es geht nicht darum, etwas fertigzustellen. Sondern herauszufinden, was der nächste "Treiber für Innovation" sei. Aktuell beschäftigen sich die Entwickler demnach mit Use-Cases in Sachen Produktivität, also Multiwindow-Anwendungen und tastaturgesteuerte Interfaces. Für Android gäbe es zudem mit der Einführung von Android-Apps in Chrome OS einige "interessante Überschneidungen" beider Betriebssysteme. Und weiter: "Wir arbeiten daran, dass die Entwickler-Stories für beide Formfaktoren (Tablets, Chromebooks) identisch sind." Das klingt sehr nach einer Zusammenlegung der Systeme für Tablets und Notebooks.

Zusammen, was zusammengehört: Wachsen Chrome OS und Android für Tablets zusammen?(© 2015 CURVED)

Neue Pixel-Smartphones? Kein Kommentar!

Nicht jede Anfrage wurde aber so offen beantwortet: Eine Frage drehte sich zum Beispiel um die Update-Zyklen und darum, ob durch Project Treble nun auch Pixel-Geräte länger mit Updates versorgt werden. Zum Hintergrund: Google garantiert nur zwei Jahre lang Android-Updates und ein weiteres Jahr Sicherheitspatches für seine Highend-Smartphones. Durch Project Treble soll sich der Aktualisierungprozess aber deutlich vereinfachen. Profitieren also auch die Pixel-Geräte? Die Antwort der Entwickler: Auf Geräten, die mit Android O auf den Markt kommen, ist Treble bereits aktiviert.

Auch die Frage, ob das "Always-on Display"-Feature, dass die Pixel-Geräte mit dem Update auf Android O erhalten sollen, eine exklusive Funktion für Googles Smartphone bleiben oder fest ins System integriert werde, beantworteten die Entwickler nicht. "Wir kommentieren keine zukünftigen Veröffentlichungen", hieß es in dem Beitrag. Man freue sich aber über das Feedback.

Ob's das nächste Pixel längeren Software-Support bekommt? Dazu gab es von Google keinen Kommentar.(© 2016 CURVED)

Zu viele Süßigkeiten

Natürlich kam auch die Frage nach dem Namen des kommenden Systems auf. Wird es Android 8.0 Oreo heißen? Verraten wollten es die Entwickler bei dem AMA noch nicht. "Es stehen so viele Snacks zur Auswahl", heißt es in einem Beitrag. "Ihr werdet einfach auf die Veröffentlichung später im Sommer warten müssen." Das bedeutet: Auch wenn Android-Chef Hiroshi Lockheimer auf Twitter gern die Nutzer trollt, gibt es noch keinen finalen Namen. Vorschläge für die Namensgebung lieferten die Google-Mitarbeiter aber gleich mit. Android O könnte zum Beispiel "Oak Tree Cookie" heißen, oder "Okra Pudding."

Fest steht: Das fertige Betriebssystem wird noch im Sommer 2017 auf die ersten Geräte kommen. 2016 erschien Android 7.0 Nougat bereits im August. Laut Roadmap sieht es in diesem Jahr nach einem ähnlichen Veröffentlichungsdatum aus.

Android O Roadmap(© 2017 Google)

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