Für Spontane: Amazon verschickt Angebote via Snapchat

Amazon hat Snapchat für sich entdeckt
Amazon hat Snapchat für sich entdeckt(© 2014 Instagram/Amazon)

Amazon befeuert nicht nur E-Mail-Posteingänge mit digitalen Werbeprospekten, sondern inzwischen auch Snapchat-Accounts. Die Sonderangebote über den populären Messenger sind dabei so etwas wie die App-Variante der aktuellen Blitz-Angebote zum nahenden "Black Friday" – oder dem deutschen Äquivalent zum US-Shopping-Feiertag, den Amazon "Cyber Monday" nennt.

Das ganze funktioniert so: Via Snapchat verschickt Amazon Videobotschaften mit limitierten Sonderangeboten. Da Ihr diese nicht direkt über die Messenger-App aufrufen könnt, wird in den Nachrichten auch gleich erklärt, wie Ihr zuschlagen könnt. Ihr werdet über die eigens eingerichtete Abkürzung amzn.to/snap zum aktuellen Angebot weitergeleitet, das Ihr erst einmal zum normalen Kaufpreis seht . Dieses kann im Vergleich mit den Sonderangeboten, die Euch dort hin gelockt haben, durchaus erschreckend sein.

Legt Ihr das betreffende Produkt nun wie gewohnt in Euren Amazon-Warenkorb, könnt Ihr beim Vollenden des Einkaufs einen Rabbat-Code eingeben, der in der Snapchat-Nachricht enthalten war. Dann gibt es den Artikel zum Snapchat-Sonderpreis – wenn Ihr denn schnell genug wart und das Angebot nicht bereits vergriffen ist. Publik gemacht wurde die Snapchat-Offensive übrigens über einen anderen, nicht minder populären Social-Web-Kanal: Amazons Instagram-Profil.

Große Amazon-Offensive vor Weihnachten

In der vorweihnachtlichen Shopping-Hochsaison fährt Amazon bereits seit Jahren Blitz-Angebote in recht knapp bemessenen Zeitfenster auf, um Schnäppchenjäger zu spontanen Kaufentscheidungen zu motivieren. In den USA bereiten diese den Weg zum Einkaufsfeiertags Black Friday, haben als Cyber Monday aber auch den Weg in hiesige Gefilde gefunden. Die Eigenart von Snapchat-Nachrichten, nach Aufruf unwiederbringlich zu verschwinden, bietet sich für solche Angebote natürlich geradezu an.


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