Fußball-WM: So jubelt Ihr am schnellsten über jedes Tor

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Wie seid Ihr zuerst über alle WM-Tore informiert?
Wie seid Ihr zuerst über alle WM-Tore informiert?(© 2014 CC: Flickr/SpreePiX - Berlin)

Sekunden können entscheidend sein: Der Nachbar oder die Public Viewing-Bar nebenan jubelt ständig ein paar Sekunden bevor Ihr das jeweilige Tor der deutschen Auswahl überhaupt zu sehen bekommt. Ärgerlich — aber woran liegt das eigentlich? Und wie seid Ihr bei der anstehen WM in Brasilien die ersten Jubler?

Weit weg, auf der Südhälfte des amerikanischen Kontinents, rollt ab dem 12. Juni um 22:00 Uhr unserer Zeit das runde Leder durch die WM-Stadien und wird nicht nur eingefleischte Fußballfans rund um den Globus in Ekstase versetzen — bis die TV- und Radio-Signale aus Brasilien hier in Deutschland ankommen, vergehen trotz moderner Satellitentechnik schon mal ein paar Sekunden. Und je nach Empfangsart sind das sogar mal einige Sekunden mehr, mal einige Sekunden weniger.

Dies führt beim Schauen und Hören der Spiele im Fernsehen und Radio zum unschönen Phänomen, dass Fans selbst in der gleichen Straße oder gar im selben Wohnhaus zeitversetzt jubeln dürfen oder schimpfen müssen. Damit Ihr in beiden Fällen zu den Ersten gehört, die Ihren Emotionen lautstark Ausdruck verleihen können, hat das Meinungsbarometer Digitaler Rundfunk gemeinsam mit MP3-Miterfinder Prof. Dr. Karlheinz Brandenburg und dem Frauenhofer-Institut eine Rangliste erstellt, aus der ersichtlich wird, wie schnell welches Medium die Ton- und Bildsignale aus den Stadien zu uns Fans in Deutschland bringt.

Im guten, alten UKW-Radio "fallen" die Tore am schnellsten, erst danach jubeln die Fans, die die Spiele im TV verfolgen.

Überraschendes Ergebnis an der Spitze: Im guten, alten UKW-Radio "fallen" die Tore am schnellsten. Knapp dahinter der digitale Hörfunk nach DAB+-Standard. Erst danach jubelt die Mehrheit der deutschen Fans, die die Spiele von Jogis Mannen ja zu Hause oder auf den Fanmeilen der Republik im TV verfolgen dürfte: Per Satellit digital (DVB-S) übertragene Partien liegen in Sachen Geschwindigkeit etwa gleichauf mit dem digitalen Radio, knapp dahinter sortiert sich das Kabelfernsehen nach DVB-C-Standard ein. Zeitlich abgeschlagen zaubert DVB-T den Torjubel auf den Bildschirm — Grund dafür ist das verwendete Modulationsverfahren, was zumindest teilweise durch bessere Empfangsgeräte ausgeglichen werden kann.

Zuallerletzt freuen sich Zuschauer, die die WM im Internet verfolgen

Wir ahnten es bereits, die Untersuchungen bestätigen es nun: Zuallerletzt freuen sich Zuschauer, die die WM im Internet verfolgen — vor allem durch das Buffering aber natürlich auch etwaige Schwankungen der Datenverbindung, kann es beim Streaming der Spiele durchaus passieren, dass am Zuckerhut bereits das nächste Tor gefallen ist, während der iFan erst den Treffer davor zu sehen oder hören bekommt.

Und — wie verfolgt Ihr die Fußball-WM in Anbetracht dieser Erkenntnisse? Im Radio, um schneller Bescheid zu wissen? Oder doch unabhängig von Übertragungsart und etwaigen Verzögerungen beim Public Viewing, um in der Gruppe jubeln zu können?


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