Galaxy Fold: Darum hat das Smartphone eine Lücke zwischen den Screens

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Das Galaxy Fold lässt sich zusammenfalten, doch dann entsteht zwischen den Displays eine Lücke
Das Galaxy Fold lässt sich zusammenfalten, doch dann entsteht zwischen den Displays eine Lücke(© 2019 Samsung)

Samsung hat bereits erklärt, wieso sich das Galaxy Fold anders falten lässt als sein Konkurrent Huawei Mate X. Nun hat der Hersteller weitere Einzelheiten zum Design verraten: Das Samsung-Gerät hat eine Lücke, wenn ihr es zusammenfaltet. Dabei handelt es sich aber um keinen Design-Fehler. Zudem hat das Unternehmen verraten, wieso ihr Modell besser als nach außen faltende Smartphones sein soll.

Eui-Suk Chung, Samsungs Vizepräsident für Forschung und Entwicklung, hat gegenüber Australian Financial Review weitere Design-Eigenheiten des Galaxy Fold erklärt, wie Boy Genius Report berichtet. Demnach ist die im zusammengefalteten Zustand entstehende Lücke zwischen den Bildschirmen zum Schutz gedacht. Da die Screens nicht direkt aufeinander liegen, könnten Staubkörner und andere Schmutzpartikel nicht dazu führen, dass sich die Displays gegenseitig zerkratzen.

Faltbare Bildschirme sind empfindlich

Die Lücke hat wohl durchaus ihre Berechtigung: Damit das Display überhaupt flexibel ist, sei die Verwendung von Plastik-Polymer als Material nötig. Allerdings ist der Bildschirm dadurch sehr empfindlich und kann leicht zerkratzen. Offenbar war sich Samsung dessen schon während der Design-Phase des Galaxy Fold bewusst.

Auch das Huawei Mate X setzt auf ein empfindliches Display. Wenn es gefaltet wird, entsteht jedoch keine Lücke: Die Bildschirme liegen außen und können daher nicht aufeinander liegen. Allerdings hat dieses Design wiederum den Nachteil, dass die Displays eben auf der Außenseite liegen – und durch andere Gründe zerkratzen könnten.

Lösung ist unterwegs

Es könnte noch eine Weile dauern, ehe eine Lücke zum Display-Schutz nicht mehr nötig sein dürfte. Gorilla-Glass-Hersteller Corning arbeitet derzeit an flexiblem Glas, das anstelle der Plastik-Oberfläche für Falt-Smartphones zum Einsatz kommen könnte. Dieses Glas soll wesentlich resistenter gegen Kratzer sein. Doch womöglich dauert es sogar noch bis zum Jahr 2021 oder noch länger, ehe es Marktreife erlangt.

Bis dahin könnte Samsung noch mindestens auf faltbare Smartphones mit Lücke setzen. Dieses Design hat allerdings einen Nachteil gegenüber der Konkurrenz: Der Bildschirm ist so besser geschützt, doch die Lücke macht das Galaxy Fold im zusammengefalteten Zustand etwas breiter. Insgesamt wirkt das Huawei Mate X im Gegensatz dazu flacher, da beim Falten keine Lücke entsteht.

Zum Vergleich: Beim Huawei Mate X liegt das flexible Display auf der Außenseite(© 2019 Huawei)

Ein offenes Buch

Chung hat im Interview zudem Gründe genannt, wieso Samsung sich für ein auseinanderfaltbares Smartphone entschieden hat. Das Gerät sei somit in etwa einem Buch nachempfunden, das ihr ebenso aufklappen müsst, um in ihm zu lesen. Dadurch soll sich die Bedienung natürlicher anfühlen.

Außerdem führe das Design zu einer langen Akkulaufzeit: Ist das Galaxy Fold zusammengefaltet, kommt nur ein kleiner 4,6-Zoll-Screen zum Einsatz, der entsprechend wenig Energie benötigt. Das bedeutet nun aber nicht, dass der große Bildschirm des Konkurrenten Mate X auch zusammengefaltet komplett aktiv ist. Ein OLED-Display kann einzelne Pixel ausschalten, was ebenso den Energieverbrauch reduziert.

Welches Design setzt sich durch?

Samsung hat zuvor offenbar über ein ähnliches Design wie Huawei mit seinem Mate X nachgedacht, sich aus mehreren Gründen aber dagegen entschieden – etwa um das Dislay besser schützen zu können. Ob der südkoreanische Hersteller dieser Optik treu bleiben wird, muss sich aber erst noch zeigen – das dürfte auch davon abhängen, ob das faltbare Huawei- oder Samsung-Smartphone bei den Nutzern besser ankommt.

Das Galaxy Fold hat ein zweites Display auf der Vorderseite. Setzt sich dieses Design durch?(© 2019 Samsung)

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