Galaxy Fold: Das ist Samsungs faltbares Smartphone

Der Slogan "The Future Unfolds" machte schon klar, dass es bei der Präsentation des Galaxy S10 auch um Samsungs faltbares Smartphone gehen wird. Tatsächlich gab es endlich nähere Informationen zum Galaxy Fold.

Plötzlich war das Galaxy S10 nur noch Nebensache. Direkt zum Start der Präsentation ging es um den Star des Abends: das Galaxy Fold, Samsungs erstes faltbares Smartphone. Einen Prototyp hatte das Unternehmen bereits im November 2018 auf der hauseigenen Entwicklerkonferenz gezeigt. Jetzt wurde das Unternehmen in Form von Justin Denison konkreter.

Zwei Displays und Multitasking

Das Galaxy Fold verfügt über zwei Displays: Der Bildschirm auf der Außenseite misst 4,6 Zoll, der Bildschirm im Inneren, der sich durch Aufklappen des Geräts offenbart, misst 7,3 Zoll. Dieses Konzept weiß Samsung auf zwei Wege zu nutzen. Über eine "App Continuity" genannte Funktion könnt ihr die App, die ihr auf dem äußerem Display geöffnet habt, nach dem Aufklappen auch auf dem großen Bildschirm nahtlos weiter nutzen. Als Beispiel dafür diente Google Maps.

Anhand von Google Maps zeigte Samsung das Potenzial des Galaxy F.(© 2019 Samsung)

Der zweite Weg liegt auf der Hand: Multitasking! Im aufgeklappten Zustand könnt ihr drei Apps gleichzeitig benutzen, also etwa ein YouTube-Video schauen, während ihr gerade per WhatsApp einem Freund schreibt und dazu passend auf Google nach einem Restaurant sucht. Damit das Gerät dabei nicht schlapp macht, verbaut Samsung neben einem leistungsfähigen Prozessor satte 12 Gigabyte Arbeitsspeicher. Dazu gibt es 512 Gigabyte Speicher.

Zwei Akkus und sechs Kameras

Für genügend Strom sorgt nicht nur ein Akku, der wäre im flachen Gehäuse wohl auch ziemlich verloren. Samsungs Trick: Ein zweiter Akku auf der anderen Seite soll dafür sorgen, dass das Galaxy Fold bei aller Power nicht zu schnell schlapp macht.

Auch Foto-Freunde sollen auf ihre Kosten kommen. Deswegen stattet Samsung den Smartphone-Tablet-Transformer gleich mit sechs Kameras aus: drei auf der Außenseite hinten, zwei innen und eine auf der Außenseite über dem Display. Ob das Galaxy Fold auch über Gesichtserkennung verfügt, ließ der Hersteller offen.

Auf dem Galaxy Fold laufen drei Apps gleichzeitig.(© 2019 Samsung)

Wahrscheinlich ist es aber nicht. Bei der Präsentation wurde ein Fingerabdrucksensor demonstriert, der auf der Außenseite untergebracht ist. Einen Sensor im Display gibt es damit also auch nicht. Verständlich. Bei aller Innovation braucht die Technik trotzdem Platz. Mit dem Kompromiss lässt sich aber sicherlich reden.

Als Betriebssystem ist Android installiert. Welche Version, das ließ Samsung offen. Kein Zweifel besteht darin, dass das Betriebssystem perfekt an das Gerät angepasst wurde. Schon 2018 gab Google nicht nur bekannt, dass man an einem Betriebssystem für sogenannte Foldables arbeite, sondern auch, dass man dabei mit Samsung kooperiere.

Farben, Preis, Verfügbarkeit

Apropros Innovation. Ihr ahnt es sicher schon. Das Galaxy Fold wird kein Schnäppchen. Wer sich ein Gerät sichern will, zahlt dafür 1980 US-Dollar. Dafür habt ihr aber nicht nur die Wahl zwischen einem Exemplar in Schwarz, Silber, Grün oder Blau, ihr dürft auch wählen, welche Farbe das Scharnier auf der Innenseite haben soll. Erhältlich wird das Galaxy Fold ab dem 26. April 2019 sein. Im zweiten Quartal 2019 soll das Smartphone auch nach Deutschland kommen. Laut The Verge peilt Samsung den 3. Mai 2019 an. Kostenpunkt hierzulande: 2000 Euro.


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