Galaxy Note 7: Darum ist es explodiert

Die Akkus waren schuld – beide Male: Das Galaxy Note 7 wurde im vergangenen Jahr vor allem dadurch bekannt, dass etliche Einheiten des Top-Smartphones explodiert sind. Nach einer monatelangen Untersuchung hat Samsung nun die Ergebnisse veröffentlicht. Überraschungen gibt es dabei nicht; wie erwartet wird der Akku als Ursache ausgemacht.

"Sowohl unsere eigenen Untersuchungen, als auch die der drei unabhängigen Organisationen, kamen zu dem Ergebnis, dass die Akkus die Ursache der Galaxy Note7 Zwischenfälle waren", verkündete DJ Koh, Präsident der mobilen Sparte, laut Samsung Newsroom. 700 Experten des Unternehmens hätten über mehrere Monate hinweg rund 200.000 Geräte und 30.000 Akkus untersucht und getestet. Da Samsung die "Zielspezifikationen vorgegeben" habe, übernehme der Hersteller die Verantwortung für die Fehler, die "erst nach der Markteinführung" des Galaxy Note 7 entdeckt wurden.

Fehler in Zukunft vermeiden

Beim Akku des Galaxy Note 7 hätten sich die positiven und negativen Zellen berührt, was letztlich zu der Überhitzung und teilweise zur Explosion des Gerätes geführt habe, berichtet 9to5Google. Im Falle der ersten Einheiten habe sich der Akku in der rechten oberen Ecke entzündet, weil die Einfassung für den verwendeten Akku schlicht zu klein gewesen sei. In den Austauschgeräten wurden Energiespeicher eines anderen Herstellers verbaut, die aber offenbar so schlecht isoliert waren, dass sie ebenfalls Feuer fingen.

Ein großer Teil der Veranstaltung drehte sich offenbar darum, dass Samsung darlegte, wie die beim Galaxy Note 7 gemachten Fehler in Zukunft vermieden werden sollen. Dafür legte das Unternehmen aus Südkorea einen 8-Punkte-Plan vor, nachdem künftig alle Akkus untersucht werden sollen. Das schließt die Energiespeicher für Mittelklasse-Smartphones wie die A- und J-Reihe ebenso ein wie die Vorzeigemodelle der S-Familie, also auch das für die nahe Zukunft erwartete Galaxy S8. Inwieweit Samsung mit der Veröffentlichung der Ergebnisse und dem Versprechen wirklich das Vertrauen der Öffentlichkeit zurückgewinnen kann, wird sich erst in Zukunft zeigen.