Galaxy Note 8: Was wir über Samsungs nächstes Top-Smartphone wissen

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So soll das fertige Galaxy Note 8 aussehen.
So soll das fertige Galaxy Note 8 aussehen.(© 2017 Twitter / Evan Blass)

Am 23. August wird Samsung endlich das Galaxy Note 8 vorstellen. Viele Infos zum Highend-Smartphone sind bereits vorab ins Internet gelangt. Wir fassen sie zusammen.

Jetzt wird es ernst für Samsung: Obwohl sich das Galaxy S8(Plus) dem Vernehmen nach gut verkauft, muss Samsung auch mit dem Galaxy Note 8 auf ganzer Linie überzeugen. Denn: Auch nach einem Jahr ist das Akku-Desaster um das Note 7 und der damit zusammenhängende Rückruf nicht vergessen. Bei Fluglinien wie der Lufthansa steht das Smartphone nach wie vor auf Platz eins in der Liste "Gefährliche Gegenstände". Mit dem Nachfolger des Pannen-Phones muss man die Misere nun vergessen machen. Schon vor dem Launch zeigen diverse Leaks, wie Samsung das angehen möchte.

Evan Blass hat auf seinem Twitter-Profil @evleaks zum Beispiel mehrere Bilder vom finalen Design und den diversen Farbvarianten veröffentlicht, in denen das Galaxy Note 8 erscheinen soll. Darauf zu erkennen ist ein Smartphone, das dem Galaxy S8 in Grundzügen ähnlich sieht: Es hat oben und unten schmale Ränder und an den Seiten den charakteristischen zu den Seiten abgerundeten Edge-Screen. Wie das S8 hat auch das Note 8, zumindest bei Blass die, die üblichen Bedienelemente zum Einschalten und für die Lautstärke auf der linken seite, rechts gibt es einen Button, mit dem Ihr Samsungs Assistenten Bixby aufruft.

Dualkamera und größeres Display

Beim Gehäuse-Design gibt es aber auch Unterschiede zu den S8-Modellen. So wirkt das Note 8 auf den Blass-Bildern deutlich kantiger als die auch oben und unten stark abgerundeten Premium-Smartphones der S-Klasse. Das verleiht dem Note 8 ein etwas robusteres Aussehen. Apropros robust: Sehr wahrscheinlich ist das Gehäuse wasser- und staubdicht. Das war schon beim Note 7 der Fall. Auch das S8 ist nach IP68 gegen Wasser und Staub geschützt. Bei den Anschlüssen sollte es ebenfalls keine Überraschungen geben. Neben dem Kopfhörer- und dem USB-Typ-C-Anschluss wird es wieder einen Einschub für den Stylus geben.

Das Samsung Galaxy S8 ist deutlich runder als das Note 8.(© 2017 CURVED)

Wichtig ist natürlich auch das Display. Und das ist beim Note 8 gar nicht mal so viel größer als beim Galaxy S8 Plus. Statt 6,2 misst es angeblich 6,3 Zoll in der Diagonale. Ein großer Unterschied ist das nicht. auch bei der Auflösung werden sich beide Geräte nichts nehmen. Das S8 Plus zeigt 2960 x 1440 Pixel auf dem Super-AMOLED-Display an. Das dürfte auch für das Note 8 gelten. Handelt es sich hier also nur um ein leicht größeres S8 Plus? Nicht ganz. Denn wie das iPhone (ab dem iPhone 6s) soll auch das Note 8 3D-Touch unterstützen, also zwischen Druckstärken unterscheiden können. Auf diese könnten Nutzer die App-Shortcuts aus Android 7.1 Nougat besser nutzen. Die setzen zwar keinen drucksensitiven Bildschirm voraus, wären damit aber deutlich besser nutzbar.

Der größte Unterschied im Vergleich zum S8 findet sich aber auf der Rückseite: Dort verbaut Samsung sehr wahrscheinlich zum ersten Mal bei einem Top-Gerät eine Dual-Kamera. Diese bestehe aus einem 12-Megapixel-Hauptobjektiv mit Dual-Pixel-Technologie und einer 13-Megapixel-Telefotolinse. Durch letztere soll das Note 8 wie das iPhone 7 Plus oder dem Huawei P10 einen zweifachen Hybrid-Zoom bieten. Ob es auch möglich ist, Fotos mit einem Bokeh-Effekt zu versehen, ist bislang noch nicht bekannt.

Neben der Dualkamera liegt, auch das kann man auf den Bildern von Evan Blass erkennen, wie beim Galaxy S8 der Fingerabdrucksensor. Auch beim Note 8 wird es also nichts mit dem Sensor im Display. Samsung setzt hier wahrscheinlich wieder darauf, dass Nutzer den Iris-Scanner als erste Methode zum Entsperren des Smartphones einrichten. Denn schon beim S8 gab es viel Kritik an der Lage des Sensors, weil Nutzer bei der Benutzung häufig über die Kamera wischten.

Ein Smartphone zum Arbeiten

Und wie sieht es im Inneren aus? Im Galaxy S8 taktet, zumindest in der deutschen Version, der Exynos 8895, Samsungs aktuell schnellster Chip. Dass im Note 8 eine Weiterentwicklung zum Einsatz kommt, scheint aktuell unwahrscheinlich. Tatsächlich listet Geekbench schon einen Benchmark vom Note 8 mit dem aktuellen Chip. Obwohl das Smartphone dem Eintrag zufolge mit mehr Arbeitsspeicher ausgestattet ist, muss es sich doch dem S8 geschlagen geben. Das hatte im Durchlauf in unserem mehr Punkte erzielt. Ihr dürft aber davon ausgehen, dass das Tempo locker zum Arbeiten und Spielen ausreicht.

Samsung selbst legt den Fokus wie in den letzten Jahren auf die Produktivität. In einem Teaser bewerben die Südkoreaner das Smartphone mit markieren Sprüchen wie "Machen statt Reden" oder "Do bigger things". Mithelfen soll dabei natürlich wieder S-Pen. Den hatten wir schon in unserem Hands-on vom Note 7 als den Star des Gerätes ausgemacht. Neu waren zum Beispiel die Lupe, mit der Ihr einen Bereich des Bildschirms um bis zu 300 Prozent vergrößern konntet, einen Übersetzer für markierte Worte und eine Screen-Capture-Funktion, mit der Ihr aufgenommene Clips schnell in GIFs umwandeln konntet. Und weil diese Funktionen beim Vorgänger kaum Zeit hatten, zur Geltung zu kommen, dürfen wir uns in diesem Jahr wieder darauf freuen.

Akku hoffentlich ohne Probleme

Es bleibt die Frage, wie lange man damit arbeiten kann bzw. wie es beim Galaxy Note 8 um den Akku bestellt ist. Der war schließlich beim Note 7 der Auslöser für den weltweiten Rückruf, weil er mehrere Geräte in Flammen aufgehen ließ. 2017 gilt es, diesen Fehler zu vermeiden. In einem Statement hatte Samsung aber bereits erklärt, die Schwachstellen gefunden zu haben. Wie die Änderungen beim Inneren Design aussehen, lässt sich aktuell noch nicht sagen. Nur so viel: Das Note 8 kommt wohl mit kleinerem Akku. Statt 3500 mAh stehen 3300 mAh im Raum.

Zum Schluss noch zur Software: Hoffnungen, dass Samsung bereits ab Werk Android O installiert, solltet Ihr Euch nicht machen. Zwar besteht noch die Möglichkeit, dass Google das fertige System vor der Vorstellung des Note 8 präsentiert (als heißer Kandidat gilt der 21. August), allerdings ging man auch im Vorjahr von einem Note 7 mit Android 7.0 Nougat aus. Am Ende kam das Gerät mit Android 6.0.1 Marshmallow zumindest für kurze Zeit auf den Markt.

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