Galaxy Note 9: neue Hinweise auf Design, Ausstattung und Funktionen

Nachdem Samsung das Galaxy S9 und S9 Plus im März 2018 veröffentlicht hat, steht als nächstes Flaggschiff das Galaxy Note 9 an. Die Vorstellung soll dem Hersteller zufolge am 9. August 2018 unter dem Motto "Veränderung kommt am 9. August" stattfinden. Sehr konkrete Gerüchte und verräterische Leaks zur Beschaffenheit des High-End-Modells gibt es aber schon reichlich.

Hinweise darauf, wie das Samsung Galaxy Note 9 aussehen könnte, lieferte schon früh der Leak-Experte und Twitter-Nutzer IceUniverse. Ihm zufolge wird das Gerät seinem Vorgänger stark ähneln. Samsung Galaxy Note 9 und Galaxy Note 8 werden sich offenbar nur in Nuancen voneinander unterscheiden, wie Ice Universe schreibt: "[Das] Note 9 ist 2 mm kürzer als das Note 8, sonst nichts. Ohne genau hinzuschauen, kann man die beiden nicht auseinanderhalten".

Wie das Galaxy Note 9 genau aussieht, könnten angebliche Pressebilder zeigen, die aus den Beständen von Samsung stammen sollen. Wenige Tage vor der offiziellen Präsentation gelten die geleakten Informationen zum Design des Note 9 als korrekt: In einem versehentlich zu früh veröffentlichten Teaser-Video von Samsung war das Gerät bereits vor seiner Vorstellung zu sehen.

Kein Fingerabdrucksensor im Display, aber Bluetooth im S Pen

Ice Universe ist außerdem der Meinung, dass Samsung beim Galaxy Note 9 nahezu sicher auf einen Fingerabdrucksensor im Bildschirm verzichten wird. Ende März hieß es noch, Samsung tendiere dazu, das Feature in sein nächstes Flaggschiff zu integrieren. Gegen einen Fingerabdrucksensor im Display sprechen auch die angeblichen Pressebilder, denn auf diesen ist ein Fingerabdrucksensor auf der Rückseite unterhalb der Dualkamera zu sehen. Auch im geleakten Werbevideo für das Note 9 wurde so ein Feature nicht erwähnt.

Samsungs Eingabestift, der sogenannte S Pen, zeichnet seit jeher die Galaxy Note-Reihe aus und so wird er auch im Note 9 wieder enthalten sein. Das neue Modell wird aber deutlich überarbeitet sein und erstmals einen Akku sowie ein Bluetooth-Modul enthalten, wie auch geleakte Pressematerialen verraten. Aufgeladen wird er vermutlich über das Smartphone, sobald er in den dafür vorgesehenen Schacht geschoben wird. Mit dem Stift sollt ihr beispielsweise die Kamera per Fernsteuerung auslösen und außerdem euer Smartphone noch besser bedienen können.

Bessere Kamera und fünf Farben

Ein weiteres Schlüssel-Feature wird offenbar die Kamera im Galaxy Note 9 werden. Wie wir Ende Juni berichteten, will Samsung wohl auf neue Kamerasensoren setzen, die noch lichtempfindlicher sind. Auf diese Weise könnte die Dualkamera des Phablets noch bessere Aufnahmen bei schwachem Umgebungslicht gewährleisten. Die sogenannten "ISOCELL Plus"-Sensoren sollen außerdem eine bessere Bildschärfe und eine höhere Farbgenauigkeit ermöglichen.

Aus den geleakten Pressematerialien geht auch hervor, dass KI-Funktionen den Nutzer bei der Aufnahme von Fotos noch stärker unterstützen werden. So soll es nach Ansicht des Herstellers offenbar fast unmöglich sein, ein schlechtes Foto zu knipsen.

Gerüchten zufolge soll das Galaxy Note 9 in den fünf Farben Schwarz, Blau, Braun, Violett und Grau erscheinen. Da die Information darüber aber aus russischer Quelle stammt und Samsung die Farbpalette erfahrungsgemäß gern auf den jeweiligen Markt eines Landes abstimmt, ist für hiesige Interessenten noch alles offen. Auch wird eigentlich noch eine gelbe Variante des Flaggschiff-Modells erwartet, die der Hersteller im Ankündigungs-Tweet für das Enthüllungs-Event anteaserte.

Das Galaxy Note 9 im Benchmark

Die ermittelten Leistungswerte des Galaxy Note 9 sollen bei 2411 (Single-Core) beziehungsweise 8712 Punkten (Multi-Core) liegen. Zum Vergleich: In unserem Test erreichte das Galaxy Note 8 2032 beziehungsweise 6800 Punkte in Geekbench. Der Performance-Zuwachs ist wohl auf die leistungsstärkeren internen Komponenten zurückzuführen, die das Galaxy Note 9 dem Geekbench-Eintrag zufolge besitzen soll.

Angeblich verrichtet darin Qualcomms Top-Prozessor Snapdragon 845 die Rechenarbeit. Ihm zur Seite sollen 6 GB RAM stehen. Beides wäre keine große Überraschung, verfügt doch die US-Version des Samsung Galaxy S9 Plus über dieselbe Ausstattung. Dieses dürfte gleichzeitig einer der größten Konkurrenten für das Note 9 werden. Die Wahl dürfte daher wohl in erster Linie vom Eingabestift S Pen und von dessen neuen Fähigkeiten abhängen.

In Begleitung der Galaxy Watch und des Bixby-Speakers

Samsung könnte die Präsentation des Galaxy Note 9 auch zur Vorstellung weiterer Geräte nutzen. Neben passendem Zubehör für das Premium-Phablet wären auch eine neue Smartwatch und ein smarter Lautsprecher für das Wohnzimmer denkbar. Bei der Uhr könnte es sich um die Gear S4 beziehungsweise die Galaxy Watch handeln, wie der Gear S3-Nachfolger angeblich heißen soll. Ihre Vorstellung ist aber keinesfalls sicher. Auch eine Präsentation im Rahmen der IFA 2018 wäre möglich.

Der Bixby-Lautsprecher könnte schon früher geplant gewesen sein, jedoch hatte Samsung viel damit zu tun, seine KI-Assistenz weiterzuentwickeln. Zum Start mit dem Galaxy S8 war die Funktion nur eingeschränkt verfügbar. Jetzt könnte Samsung jedoch bereit sein, um sich an Hardware zu wagen, die vollständig auf die Fähigkeiten von Bixby setzt.

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