Galaxy S20: Deswegen bekommt Samsung derzeit sein Fett weg

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In Deutschland ist das Herzstück der Galaxy-S20-Reihe ein Exynos 990
In Deutschland ist das Herzstück der Galaxy-S20-Reihe ein Exynos 990(© 2020 Samsung)

Samsung ist beim Galaxy S20 ein unnötiges Risiko eingegangen. Dafür bekommt der Hersteller nun offenbar die Quittung. Eine Story dürfte die Verantwortlichen besonders treffen.

Trotz der Sorgen über das sich ausbreitende Coronavirus hat Samsung in Südkorea seine Hauptversammlung abgehalten. Dabei überraschte nicht, dass sich die Führungskräfte bei solchen Sitzungen schwierigen Fragen stellen mussten. Dies haben solche Veranstaltungen so an sich. Laut SamMobile knüpften sich die Aktionäre DJ Koh und Co. dieses Mal jedoch regelrecht vor.

Exynos als Streitthema

Die Anteilseigner interessierte insbesondere, warum Samsung bei seinen neuen Premium-Handys je nach Region unterschiedliche Chipsätze verbaut. Das Herzstück des Galaxy S20, Galaxy S20+ und Galaxy S20 Ultra ist in den meisten Märkten der hauseigene Exynos 990. Unter anderem in den USA, China und Japan verbaut Samsung aber einen Snapdragon 865 von Qualcomm.

Das Prozedere seitens Samsung ist nicht neu. Das Problem: Der Exynos war dem Snapdragon wohl noch nie so unterlegen wie in diesem Jahr. Der Snapdragon hat in puncto Performance und Effizienz deutlich die Nase vorn. Ein Anteilseigner wollte wissen, warum Samsung trotzdem am schwächeren Exynos festhalte und wie der Hersteller sich in diesem Punkt verbessern wolle. Samsung-Chef DJ Koh begründete, dass man einen Chipsatz "basierend auf Wettbewerbslogik" auswähle.

"Es war noch nie so peinlich"

Der stellvertretende Vorsitzende Ki Nam Kim soll bei jener Begründung einen "ausdruckslosen Blick" gehabt haben. Das dürfte vielen Nutzern ähnlich gehen, die in einem Premium-Smartphone den bestmöglichen Chipsatz erwarten. Twitter-Leaker Ice universe schrieb bereits im Dezember 2019, dass der Exynos 990 nicht wettbewerbsfähig sei: "Das ist die dunkelste Periode von Exynos. Es war noch nie so peinlich."

Ein Anteilseigner erzählte außerdem, dass sein Kind ein neues Smartphone haben wollte. Es sollte unbedingt ein iPhone sein. Die Eltern kauften dem Nachwuchs letztendlich ein Galaxy-Handy, aber nur weil sie Shareholder seien und offenbar nicht, weil sie wirklich von den Produkten überzeugt sind. Kritische Fragen gab es auch zu den Galaxy Buds+ und der fehlenden aktiven Geräuschunterdrückung. Welche neuen Funktionen ein Produkt bekomme, sei eine Frage von sorgfältigen Entscheidungen, wich Koh in seiner Antwort aus.


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