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8-Schritte-Akku-Test: So will Samsung künftig Fabrikationsfehler vermeiden

Samsung Galaxy S8 Konzept
Beim Galaxy S8 und anderen kommenden Samsung-Geräten soll der Akku intensiver geprüft werden (© 2016 Twitter/Veniamin Geskin )
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23.01.17 von

Christoph Lübben

Nach dem Galaxy Note 7 Debakel soll beim Galaxy S8 und weiteren Modellen ein Akku-Problem um jeden Preis verhindert werden: Da beim Phablet von 2016 gleich zwei unterschiedliche Fabrikationsfehler zur Entzündung der Energiespeicher geführt haben, werden die Akkus kommender Geräte künftig in acht Schritten getestet, wie der Samsung im offiziellen Newsroom verkündet hat.

Demnach startet das Unternehmen mit einem Ausdauer-Test, bei dem der Akku gezielt überladen, extremen Temperaturen ausgesetzt und punktuell mit einer Nadel bearbeitet werde. Anhand mehrerer Kriterien soll der Energiespeicher anschließend visuell inspiziert werden, um herauszufinden, ob der Akku des Galaxy S8 und Co. den gesetzten Standards entspricht.

Keine Information über bisherige Tests

Um einen noch besseren Einblick zu erhalten, soll der Akku in einem dritten Schritt mit Röntgenstrahlen untersucht werden. Um Funktionalität und Ausdauer noch weiter zu prüfen, soll anschließend ein großer Ladungs- und Entladungs-Test anstehen – womöglich wird hiermit der Gebrauch durch einen Nutzer über einen längeren Zeitraum simuliert. Mit einem TVOC-Test (Total Volatile Organic Compound) soll in etwa die physische Stabilität des Energiespeichers überprüft werden, beziehungsweise ob dieser "dicht" ist und keine chemischen Bestandteile aus der Batterie zukünftiger Smartphones wie dem Galaxy S8 oder anderer Modelle entweichen können.

Zur neuen Prüf-Routine gehöre auch, dass der Akku anschließend zerlegt wird. Damit soll der Zustand des (Isolations-)Materials und dessen Qualität genau erfasst werden. Auch gibt Samsung einen intensiven Nutzungstest auf der Checkliste an, der für den Energiespeicher verschiedene Alltags-Szenarien simulieren soll. Abschließend folgt der "Delota-OCV-Test" (Delta Open Circuit Voltage) zur Kontrolle, ob der Akku die geladene Energie gleichmäßig abgibt. Sollte sich Samsung genau an diesen 8-Punkte-Plan halten, dürften die Chancen gut stehen, dass sich das Galaxy Note 7-Debakel beim Galaxy S8 und nachfolgenden Smartphones nicht mehr wiederholt. Offen bleibt, wieso ein derartiges Prüfsystem bisher noch nicht zum Einsatz kam und wie die Qualität des Energiespeichers stattdessen überprüft wurde.

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