Galaxy S9 vs. Xperia XZ2: die MWC-Neuheiten im Vergleich [mit Video]

Das Samsung Galaxy S9 und das Sony Xperia XZ2 gehören zu den größten Highlights des Mobile World Congress 2018. Worin unterscheiden sie sich? Und wo ist das eine Smartphone besser als das andere? Wir machen den Vergleich.

Sowohl das Samsung Galaxy S9 als auch das Sony Xperia XZ2 zählen schon im Februar zu den Kandidaten für den Titel "Bestes Smartphone 2018". Denn beide Geräte bieten aktuelles Android, eine aktuelle Ausstattung und Top-Kameras. Trotz der ähnlichen Attribute haben beide Hersteller aber komplett unterschiedliche Geräte im Angebot.

Das Design: rund vs. runder

Das sieht man sofort, wenn man sich beide Geräte in Ruhe ansieht. Während Sony seiner Xperia-Reihe eine Frischzellenkur verpasst, steckt die Technik des S9 in einem bekannten Gehäuse. Das Smartphone sieht dem Galaxy S8 nämlich zum Verwechseln ähnlich. Lediglich der Fingerabdrucksensor ist nun unter die Kamera gewandert. Ansonsten bleibt es beim nahezu randlosen Design und einem Display mit fast keinen Rändern. Altbacken sieht das S9 deswegen nicht aus. Auch 2018 ist der Look noch ein Hingucker.

Sony hat sich dagegen vom altbekannten Design verabschiedet. Der Barren ist Geschichte. Stattdessen ist die Rückseite nun abgerundet, wodurch das Smartphone besser in der Hand liegt, aber auch deutlich dicker wird. Die Ränder ums Display wurden minimiert, sind aber nicht ganz verschwunden. Die  Damit sieht das Xperia XZ2 zwar moderner aus, kann aber auf keinem Fall mit der Eleganz des Galaxy S9 mithalten. Zwei kleine Details noch zu den Gehäusen: Beide Smartphones sind wasserdicht. Aber: Sony spart sich den Kopfhöreranschluss, Samsung nicht.

Leistung: Schneller geht es nicht

Sowohl das Samsung Galaxy S9 als auch das Sony Xperia XZ2 sind mit aktueller Spitzen-Hardware ausgestattet und dürften sich in Leistungstest nichts nehmen. Im Klartext: Es gibt weder Spiele noch andere Apps im Play Store, die eines der beiden Geräte ausreizen. Auch beim Speicher nehmen sich die Geräte nichts. Beide bekommt ihr in der Standarversion mit 64 Gigabyte, bei beiden könnt ihr per microSD-Karte nachrüsten. Samsung bietet das S9 gegen 100 Euro Aufpreis allerdings auch mit 256 Gigabyte Speicher an.

Unterschiede gibt es dann wieder beim Bildschirm. Das Display des Galaxy S9 löst mit 2960x1440 Pixeln und damit wesentlicher höher als das des Xperia XZ2 (2160x1080) auf. Außerdem verbaut Samsung ein AMOLED-Display, das ein viel satteres Schwarz und kräftigere Farben bietet als das LC-Display des Sony-Smartphones.

Sonderfunktionen: AR-Emojis gegen 3D-Scanner

Auf beiden Geräten kommt das Betriebssystem Android 8.0 Oreo zum Einsatz, über das beide Hersteller ihre jeweilige Oberfläche stülpt. Weil Geschmäcker verschieden sind, muss jeder für sich entscheiden, welche Lösung einem besser gefällt. Außerdem unterscheiden sich die Systeme jeweils im Funktionsumfang. Das Galaxy S9 kommt zum Beispiel mit dem eigenen Assistenten Bixby, der euch unter anderem an anstehende Termine erinnern. Besonders cool: Durch die "Augmented Reality"-Funktion Bixby Vision könnt ihr per Kamera zum Beispiel Texte in einem Buch direkt übersetzen lassen.

Apropros Augmented Reality: Beim Galaxy S9 habt ihr die Möglichkeit, euer Gesicht per Selfie in animierte Sticker zu verwandeln, die ihr wiederum an eure Freunde verschicken könnt. Das ist ein ganz großer Spaß. Sony hält mit einer speziellen Scanner-App dagegen, die es euch ermöglicht, Gesichter und Objekte als 3D-Modell zu erfassen und auf Wunsch per 3D-Drucker zu drucken. Die Umsetzung erfordert allerdings etwas Übung und geht nicht so einfach von der Hand wie bei den AR-Emojis von Samsung.

Die Dualkamera im Galaxy S9 Plus(© 2018 CURVED)

Darüber hinaus bieten beide Smartphones einen Superzeitlupenmodus, mit dem ihr kurze Clips mit 960 Bildern pro Sekunde aufnehmen könnt. Das Ergebnis beeindruckt bei beiden Geräten. Allerdings kann das S9 die Wiedergabegeschwindigkeit automatisch verlangsamen, sobald ein Objekt ins Bild kommt. Beim Xperia XZ ist dagegen Timing gefragt. Klappt das nicht, ist die Aufnahme futsch. Mit welcher Kamera ihr die besseren Fotos machen könnt, lässt sich jetzt übrigens noch nicht sagen. Dazu müssen wir die Smartphones erst ausführlicher testen.

Beide Hersteller bieten ihre Geräte auch noch in einer anderen Größe an. Während das Sony Xperia XZ2 Compact eine kleinere Option für Leute darstellt, kein großes Display wollen, bekommen Käufer des Galaxy S9 Plus zusätzlich eine Dualkamera mit Bokeh-Modus zum größeren Display. Sony muss man zugute halten, dass zwar das Gehäuse schrumpft, die Ausstattung aber gleich stark bleibt.

Das sind natürlich nur erste Einschätzung nach ersten Hands-ons mit beiden Smartphones. Wenn ihr ausführlicher wissen wollt, welchen Eindruck die neuen Geräte bei uns hinterlassen haben, empfehlen wir euch unsere Hands-ons vom Samsung Galaxy S9 und Sony Xperia XZ2. Wem dann vorläufig der Titel "Bestes Smartphone" gebührt, das klärt sich dann in den ausführlichen Tests. Die lest ihr demnächst auf CURVED.de

Weitere Artikel zum Thema
Samsung Galaxy S9 und Note 9 erhal­ten neue AR Emojis von Disney
Francis Lido
So sehen die "Zoomania"-Charaktere als AR Emojis aus
Charaktere aus "Zoomania" kommen auf Samsung Galaxy S9 und Galaxy Note 9. Sie sollen ab sofort zum Download bereitstehen.
Galaxy S9 und S9 Plus erhal­ten Sicher­heits­up­date für Septem­ber 2018
Michael Keller
Galaxy S9 und S9 Plus erhalten Sicherheitsupdates derzeit schnell
Samsung stattet Galaxy S9 und S9 Plus mit dem Sicherheitsupdate für September 2018 aus – und damit die Top-Smartphones vor der Mittelklasse.
Samsung: "My Emoji Maker" soll auf Galaxy Note 8 und Co. kommen
Francis Lido
Mit dem Galaxy S9 könnt ihr bereits Emojis von euch erstellen
Der "My Emoji Maker" steht nun offenbar auch für das Galaxy Note 8 und andere Geräte zum Download bereit. Doch es gibt einen Haken.

Diese Website verwendet Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Durch die weitere Nutzung der Website stimmen Sie dem zu. Um mehr über die von uns verwendeten Cookies zu erfahren und wie man sie deaktiviert, können Sie unsere Cookie-Richtlinie aufrufen.