Gear 2 & Gear 2 Neo: Samsung-Smartwatches ohne Android

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Samsung zweite Smartwatch kommt im Doppelpack: Gear 2 & Gear 2 Neo
Samsung zweite Smartwatch kommt im Doppelpack: Gear 2 & Gear 2 Neo(© 2014 Samsung)

Einen Tag zuvor kündigte ein Leak es bereits an, nun ist es offiziell: Samsungs zweite Smartwatch-Generation setzt nicht länger auf Android als Betriebssystem, sondern auf Tizen. Damit fallen die Wearables auch aus der Galaxy-Produktfamilie heraus und heißen schlicht Gear 2 und Gear 2 Neo. Sie sollen im April erscheinen.

Am Tag vor dem offiziellen Startschuss des Mobile World Congress 2014 in Barcelona hat Samsung mit Gear 2 und Gear 2 Neo bereits eine Enthüllung vorweggeschickt – und mit dem Wechsel von Android zu Tizen auch die erste Überraschung. Trotz des geänderten Betriebssystems wird Samsungs zweite Smartwatch-Generation vom Start weg mit deutlich mehr Galaxy-Smartphones und -Tablets kompatibel sein, als noch ihr Android-basierter Vorgänger.

Eine Smartwatch mit, eine ohne Kamera

Trotz des OS-Wechsels und des verkürzten Namens stehen Gear 2 und Gear 2 Neo sichtbar in der Tradition ihres Vorgängers, ist Samsung doch nah an dessen Design-Vorlage geblieben. Ein Detail hat sich jedoch verändert: Die Kamera ist nun nicht mehr am Armband angebracht. Dadurch können die Bänder in der zweiten Smarwatch-Generation von Samsung nun auch gewechselt werden.

Im Fall der Gear 2 befindet die Kamera sich direkt über dem Display; bei der offenbar als günstigeres Einstiegsmodell vorgesehenen Gear 2 Neo bleibt sie ganz weg. Wie groß der Preisunterschied zwischen den beiden Modellen sein wird, ist aktuell nicht bekannt, zumal Samsung sich über die Preise bislang gänzlich ausschweigt. Bis zur geplanten Veröffentlichung im April bleibt dafür aber auch noch etwas Zeit.

Dual-Core-Prozessor bringt Gear 2 und Gear 2 Neo mehr Leistung

Technisch sind die beiden Varianten ansonsten identisch und wurden mit einem zweikernigen 1-GHz-Prozessor ausgerüstet – eine deutliche Steigerung gegenüber der mit 800 MHz getakteten Single-Core-CPU des Vorgängers. Überdies unterstützten Gear 2 und Gear 2 Neo mit ihrem integrierten Musik-Player Bluetooth-Kopfhörer und können die Herzfrequenz ihrer Träger messen. Ebenfalls in beiden Modellen verbaut: ein praktischer Infrarot-Sender, dank dem nun beispielsweise Fernsehgeräte direkt vom Handgelenk aus gesteuert werden können. Eine weitere vernünftige Verbesserung ist zudem die gesteigerte Resistenz gegen Staub und Wasser, die es nun sogar erlaubt, das Gerät zeitweise ins Wasser zu tauchen.

Längere Nutzungsdauer trotz geringerer Batterie-Kapazität

Samsung scheint deutlich am Energieverbrauch der Gear-Reihe getüftelt zu haben. Wie die offizielle Pressemitteilung verrät, soll die Nutzungsdauer nun nämlich bei gewöhnlichem Gebrauch zwei bis drei Tage betragen, bei seltenem Gebrauch sogar ganze sechs Tage. Die Galaxy Gear hielt gerade einmal etwas länger als einen Tag durch. Der besondere Clou dahinter ist allerdings, dass die Akku-Kapazität nicht etwa vervielfacht wurde. Sie ist sogar von 315 auf 300 mAh geschrumpft. Ob der geringere Verbrauch ebenfalls ein positiver Nebeneffekt des Tizen-Betriebssystems ist?


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