Gebrauchte Android-Handys gibt es oft mit Nackt-Selfies

Der totale Kontrollverlust: Viele US-Teenager haben "Sexting" schon ausprobiert
Der totale Kontrollverlust: Viele US-Teenager haben "Sexting" schon ausprobiert(© 2014 YouTube/InnocenceInDanger.de)

Der Verkauf von gebrauchten Smartphones kann peinlich enden: Eine Studie der Sicherheitsfirma Avast zeigt, dass etliche Android-Handys aus zweiter Hand voll sind mit den persönlichen Daten vorheriger Nutzer. Nacktbilder, Familienfotos, E-Mails – wer seine Daten nicht in fremde Hände spielen will, sollte vor dem Verkauf besonders sorgfältig löschen.

Gebrauchte Handys werden auf Plattformen wie eBay im großen Stil gehandelt. Dabei ist jedoch höchste Vorsicht geboten, wie eine Studie der Sicherheitsfirma Avast zeigt. Denn nicht immer radiert die Funktion „Rücksetzen auf Werkszustand“ sämtliche Daten mit ausreichender Sorgfalt von den Speicher-Chips. Ahnungslose Nutzer wähnen sich nach dem Verkauf in Sicherheit.

Oft aber haben Empfänger die Möglichkeit, Daten mit simplen Tricks wiederherzustellen. Auch intime Fotos oder Videos, das Sexting mit seinen Gefahren lässt grüßen. Der freundliche eBay-Nutzer von gestern könnte morgen also schon ein irrer Stalker sein – und Schabernack mit Informationen aus dem Browser-Verlauf oder aus E-Mails treiben.

Avast rät zu umfassenderen Maßnahmen

Die Spezialisten von Avast haben stichprobenartig 20 auf eBay ersteigerte Android-Smartphones auf ihre Inhalte untersucht. Das Ergebnis ist erschreckend: 40.000 Fotos konnten die Fachleute aufspüren. Darunter 750 Fotos von entkleideten Frauen und mehr als 1.500 Familienfotos. Außerm: 250 Selfies von einem Vorbesitzer, die laut Avast Rückschlüsse auf dessen „Männlichkeit“ zuließen.

Aus mehr als 750 gefundenen E-Mails und Textnachrichten ließen sich darüber hinaus etliche persönliche Daten und die Kontaktdaten von anderen Personen rekonstruieren – ein gefundenes Fressen für Betrüger – aber auch für die Sicherheitsberater von Avast. Die dürften sich jetzt über ein gesteigertes Interesse an den hauseigenen Android-Apps freuen. Denn mit einer Software wie avast! Anti-Theft, gratis im Google Play Store erhältlich, lassen sich Daten gründlich vom Smartphone löschen.


Weitere Artikel zum Thema
So soll Android P euer Smart­phone siche­rer machen
Michael Keller2
Android P will euch vor unerlaubtem Kamerazugriff schützen
Mit Android P sollen eure Smartphones sicherer werden: Die neue Version des Betriebssystems soll den Zugriff von Apps auf die Kamera begrenzen.
Keine Lust auf unge­wollte Selfies: So viele Nutzer decken ihre Kamera ab
Francis Lido
Viele Nutzer fürchten sich vor Hackern
Viele Nutzer trauen der Kamera auf ihrem Smartphone nicht. Laut einer Bitkom-Erhebung deckt jeder Vierte die Knipse auf seinen Geräten ab.
Nokia 10: So stellt sich ein Desi­gner das Top-Gerät mit fünf Objek­ti­ven vor
Francis Lido1
Das Nokia 10 könnte in die Fußstapfen des Nokia 8 (Bild) treten
Das Nokia 10 könnte eine revolutionäre Kamera erhalten. Ein Konzept zeigt, auf welch innovative Weise diese funktionieren könnte.