Action-Cam-Anbieter GoPro geht profitabel an die Börse

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Rollt an die Börse: Action-Cam-Hersteller GoPro
Rollt an die Börse: Action-Cam-Hersteller GoPro(© 2014 CURVED)

GoPro monetarisiert den Boom seiner Action-Cam: Das 12 Jahre alte Unternehmen strebt jetzt an die Börse und dürfte aus dem Stand milliardenschwer sein. Der Hero-Kamera-Hersteller setzt bereits knapp eine Milliarde Dollar um und agiert dabei hochprofitabel.

Es gab schon einmal bessere Augenblicke, um als Technologoie-Unternehmen an der Börse zu debütieren als in diesen Tagen. Was jahrelang funktionierte, wird seit einige Monaten schwer abverkauft: Aktionäre von Twitter, Yelp oder LinkedIn haben zuletzt erdrutschartige Verluste zu beklagen  –  Neulinge wie Candy Crush-Entwickler King erlebten bei ihrem IPO ein Waterloo.

Nachdem daraufhin der Cloudspeicher-Dienst Box und der mobile Bezahldienst Square ihre Börsenpläne zunächst einmal verschoben haben, wagt sich nun der Action-Cam-Hersteller Go Pro aus der Deckung.

Das kalifornische Unternehmen, das bereits im Februar seine Börsenzulassung beantragt hatte, dürfte nun bald an der Technologie-Börse Nasdaq unter dem Kürzel GPRO debütieren und dabei zumindest 100 Millionen Dollar frisches Kapital einsammeln.

Profitabel: 61 Millionen Dollar im vergangenen Jahr verdient

Nach Handelsschluss an der Wall Street wurde die bisherige Geschäftsentwicklung aus dem Börsenprospekt publik. Die Bilanz des Anbieters der Hero-Cam kann sich sehen lassen: Die Umsätze explodierten im vergangenen Geschäftsjahr von 526 Millionen förmlich auf 986 Millionen Dollar. Dabei operiert GoPro profitabel: 61 Millionen Dollar blieben im vergangenen Jahr netto hängen.

Jon Woodman hatte das Start-up bereits 2002 gegründet, als er für einen Surfausflug auf der Suche nach einer Kamera für Aufnahmen unter schwierigen Bedingungen war. In den vergangenen Jahren beteiligten sich mehrere Investoren an GoPro, etwa der Auftragsfertiger Foxconn, der insbesondere durch die Produktion von iPhones bekannt wurde. Mittlerweile verkauft das US-Unternehmen mehr als zwei Millionen Geräte pro Jahr.

Besonders bei Extremsportlern beliebt

Besonders Extremsportler nutzen die kompakten und robusten Hero-Kameras von GoPro, die gut an Helmen angebracht werden können und entsprechend beim Surfen oder Skifahren eindrucksvolle Aufnahmen produzieren, die mit einer herkömmlichen Kamera kaum möglich wären.

Auch der Stratosphärensprung von Felix Baumgartner –  er sprang am 14. Oktober 2012 aus rund 39 Kilometer Höhe auf die Erde – wurde mit einer Hero-Kamera aufgezeichnet. Eine Auswahl erstaunlicher Videos der vielseitigen Action-Kamera findet Ihr hier.


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