Geschichte: Vom Gefängnis ins Internet

Ein Autor des Blogs "Hyperland" vom ZDF hat eine spannende Geschichte niedergeschrieben. In dieser geht es um einen Häftling, der ihm auf Facebook eine Nachricht geschrieben hat. Er hat sich genau dasselbe gefragt, was sie sich jetzt auch fragen werden: Wie kann es sein, dass ein Inhaftierter ins Internet kann?

Ganz einfach: Sobald ein Häftling Vollzugslockerung bekommen hat, könnte er theoretisch ins Internet.
Bei seiner Recherche hat der Autor nicht außer Sicht gelassen, dass Produkte aller Art in ein Gefängnis geschmuggelt werden können. Zum Schluss hat der Insasse ihm auch geantwortet und seine Vermutung bestätigt: "Im Knast gibt es nur eine Möglichkeit: Über geschmuggelte Handys. "

Besserer Einstieg ins Berufsleben

In den staatlichen Gefängnissen von Amerika gibt es sogar die Möglichkeit, E-Mails an bestimmte, geprüfte Kontakte zu schicken. Die Inhalte werden zuvor kontrolliert. Dieses System soll den Inhaftierten einen schnelleren Start in das Berufsleben ermöglichen. Auch im sozialen Bereich kann das Internet von großem Vorteil sein. Vielleicht hilft es sogar, wieder in ein normales Leben zurückzukommen.

In Norwegen haben Insassen von Gefängnissen unter Aufsicht Zugang zum Internet. Es dürfen aber nur Seiten ohne Kommunikationsmöglichkeiten besucht werden, also auch nicht Facebook.
Zudem werden immer mehr Geschäfte im Internet getätigt und so bekommt der Häftling einen Eindruck, was auf der Welt geschieht.

Date für Gefangene

Eine Webseite, die aus Schweden kommt, bietet sogar Dates für Gefangene an. Offiziell darf dieser Weg nicht genutzt werden, denn in Schweden herrscht auch "Internetverbot", was der Hyperland-Blogger herausfand.