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Goodbye iTunes – Ein Nachruf zum leisen Abschied

iTunes Store App, App Store
iTunes Store App, App Store (© 2015 CURVED )

Nach der WWDC ist es offiziell: iTunes in seiner bekannten Form ist Geschichte. Dabei hat der Dienst selbst Geschichte geschrieben. Wie keine andere Anwendung hat Apples Distributionsplattform die Musik- und Videoindustrie revolutioniert. Ein Nachruf in fünf Zahlen.

Es begab sich zu einer Zeit, als Apple noch wirklich visionär war. Im Jahr 2003 stellte das Unternehmen aus Cupertino erstmals die Musik-Downloadplattform iTunes vor, rund zwei Jahre nach der Vorstellung des ersten iPods. Kein geringerer als Steve Jobs übernahm damals die Präsentation. In der Rückschau wirkt die damalige Keynote wie eine Reise ins finstere Mittelalter der Digitalisierung. Gleichwohl markierte die Vorstellungen von iTunes den Beginn einer Zeitenwende. Seht selbst:

iTunes hat Geschichte geschrieben

Apple sah mit der Einführung von iTunes den Einbruch des physischen CD- und DVD-Marktes voraus. Doch zuletzt wurde der Dienst vom Erfolg diverser Streaming-Angebote obsolet gemacht. Folgerichtig spaltet Apple seine Angebote nunmehr in drei Sparten auf: Apple Music, Apple Podcasts und Apple TV. Zeit für einen Nachruf in Zahlen, auf einem der disruptivsten und erfolgreichsten Dienste der letzten zwei Jahrzehnte.

50 Millionen

So viel Musikstücke sind heute über Apple Music verfügbar. Für die mobile Nutzung gibt es eine eigene App, für Desktop-Macs oder PCs ist iTunes immer noch das Mittel der Wahl. Zum Start im Jahr 2003 stellte iTunes gerade mal 200.000 Titel zur Verfügung.

119

In so vielen Ländern ist iTunes verfügbar. Zu seinem Start war der Dienst nur in den USA nutzbar. 2004 folgte Westeuropa, gefolgt von Japan 2005 und Osteuropa ab 2011. Seit 2012 ist iTunes auch in Russland und Hongkong online.

75 Prozent

Diese Zahl entspricht den Umsatzerlösen, die im ersten Quartal 2019 von der amerikanischen Musikindustrie über Streamingdienste erzielt wurden. Download-Erlöse – wie sie iTunes ermöglicht(e) – befinden sich im freien Fall und machten zuletzt nur noch 11 Prozent der Einnahmen aus. Zum Vergleich: 2012 waren Downloads von Musik noch im Trend und iTunes konnte 63 Prozent der Gesamt-Einnahmen einstreichen. Diese Zeiten sind nun endgültig vorbei

10.000 Euro

Wert des teuresten iTunes-Geschenkgutscheins, gewonnen von Philip Lübke, anlässlich des 25-milliardsten Song-Downloads.

Über 1.000.000.000

Diese Zahl aus 2013 (!) entspricht den Downloads der Bildungsinhalte von iTunes-U. Damit hat Apple wesentlich zum Siegeszug von Educational-Inhalten beigetragen und die Welt ein Stück weit aufgeschlaut.

Danke iTunes, für all die Musik, Unterhaltung und Bildung. Wir bauen auf Deine Nachfolger und wünschen Apple & Co. weiterhin visionäre Ideen.

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