Google Assistant auf dem iPhone ausprobiert: Was taugt der Siri-Konkurrent?

Ist der Google Assistant auch auf dem iPhone ein Helfer?
Ist der Google Assistant auch auf dem iPhone ein Helfer?(© 2017 CURVED)

Der Google Assistant ist nicht nur auf sämtlichen kompatiblen Android-Geräten gelandet, sondern auch auf dem iPhone. Kann Siri jetzt einpacken?

Die IFA hat gezeigt: Neben Alexa kommt auch der Google Assistant auf immer mehr Geräte. Mit von der Partie sind zum Beispiel Lautsprecher, wie der Zolo Mojo von Anker und diverse Modelle der "JBL LINK"-Serie. Zuvor hatte Google die Künstliche Intelligenz bereits auf alle kompatiblen Android-Smartphones gebracht – und auch aufs iPhone. Mittlerweile steht der Assistant im deutschen App Store zum Download bereit. Wir haben die App auf dem iPhone 7 Plus ausprobiert.

Mit dem Assistant sprechen oder chatten

Nach dem Herunterladen müsst Ihr den Assistant erst einmal mit einem Google-Konto verknüpfen. Danach kann es direkt losgehen. Ihr könnt dem Assistant auch auf dem iPhone Suchanfragen und andere Aufgaben diktieren, indem Ihr auf das Mikrofon-Symbol tippt oder in dem Ihr "OK Google" vorweg sagt. Darüber hinaus könnt Ihr Eure Eingaben auch über das Tastatur-Symbol tätigen. Ideal für besonders laute oder besonders ruhige Umgebungen, denn auch der Assistant antwortet dann nur per Texteinblendung. Dank eines kleinen Tricks klappt das übrigens auch mit Siri.

Auf funktionaler Ebene kann Googles Helfer auf Anhieb überzeugen. Er versteht natürlich auch auf dem iPhone den Kontext zwischen zwei Fragen und hat auf viele Allgemeinwissen-Fragen eine Antwort. Neben der Speisekarte des Italieners um die Ecke bis zum mehr oder weniger lustigen Witz bietet der Assistant auf dem iPhone auch die Möglichkeit, Termine in den Kalender einzutragen, E-Mails oder SMS zu verschicken. Das ist schon einmal mehr, als das in die Google-App integrierte Google Now für iOS zu bieten hat und durchaus gleichzusetzen mit Siri.

Der Assistant lässt sich auch per 3D Touch aktivieren.(© 2017 CURVED)

Auch Smart Home ist für den Assistant kein Problem

Allerdings: Bei WhatsApp, iMessage oder anderen Messengern stößt der Assistant an seine Grenzen. Er kann weder die Apps öffnen, noch Nachrichten verschicken. Dafür könnt Ihr mit dem Google Assistant auch auf dem iPhone jede Menge Spaß haben. Mit von der Partie ist auch "Triviatschi". Das Quizspiel hat sich in der Redaktion zum Lieblingszeitvertreib gemausert.

Darüber hinaus kann der Google Assistant noch Eure Smart-Home-Geräte steuern, wenn sie denn unterstützt werden. In den Einstellungen lassen sich unter anderem die smarten Lampen Philips Hue, die Heizungssteuerung tad sowie Geräte von Netatmo oder Gigaset koppeln. Die Einrichtung war, im Fall von Hue, denkbar einfach. Den Dienst aus der Liste heraussuchen, Zugangsdaten eingeben, Räume festlegen, fertig.

Eine Hürde, die Google nicht nehmen kann

Auch wenn der Google Assistant als App überzeugt, in Sachen Unterhaltung Apples Siri vielleicht sogar überlegen ist, bleibt eine Hürde: Siri könnt Ihr entweder mit dem Ausruf "Hey Siri" öffnen oder indem Ihr die Home-Taste länger gedrückt haltet. Beides funktioniert beim Assistant nicht. Für das "OK Google"-Feature muss die App immer geöffnet sein.

Google versucht aber, den Weg in die App kurz zu halten. Die Entwickler haben deswegen ein Widget für den Schnellzugriff über den Sperrbildschirm gebaut. 3D Touch wird auch unterstützt. Trotzdem braucht es mit "Bildschirm aktiveren", "nach rechts wischen" und "Google-Assistant-Widget aktivieren" drei Aktionen, bis Ihr Euren Befehl einsprechen könnt. Siri erreicht Ihr deutlich schneller.

Vom ausgeschalteten Bildschirm bis zum Google Assistant braucht Ihr drei Aktionen.(© 2017 CURVED)

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