Google bald mit eigenen Stores?

Das gewöhnlich gut informierte Blog beruft sich auf eine „extrem verlässliche Quelle“ und berichtet, dass Google bis zum beginnenden Weihnachtsgeschäft in allen großen US-Städten eigene Retail Stores eröffnen will. Dort sollen Google-Produkte wie die Nexus-Geräte, aber auch Chromebooks, aber auch zukünftige Produkte wie beispielsweise Googles Datenbrille Project Glass ausgestellt und verkauft werden.

Kunden können Google-Produkte ausprobieren

Der Vorteil eines Ladengeschäfts gegenüber dem Verkauf über einen Online Store wie Google Play liegt auf der Hand: Kunden haben die Möglichkeit, die Geräte auszuprobieren, sie in die Hand zu nehmen, was ja beispielsweise beim Smartphone-Kauf nicht ganz unwesentlich sein dürfte und die Produkte einer eingehenden Prüfung zu unterziehen. Bei Apple geht dieses Konzept voll auf. Die Apple Stores seien das Gesicht von Apple, erklärte CEO Tim Cook erst vor Kurzem.

Nicht die ersten Gerüchte zu Google Stores

So ganz neu sind die Gerüchte um eigene Google Stores nicht, sie gehören eher in die Kategorie „Darüber wird immer mal wieder geredet“, allerdings bislang ohne dass tatsächlich irgendetwas passiert wäre. Dennoch werden wir das Gefühl nicht los, dass dieses Mal wirklich etwas an den Gerüchten dran sein könnte. Denn nie standen die Zeichen für Google so gut, um in die vollen zu gehen und einen Frontal-Angriff auf Apple zu wagen, um es mal etwas überspitzt zu formulieren: Apple fehlt es derzeit etwas an der Innovationskraft, für die das Unternehmen eigentlich berühmt ist, der Aktienkurs fällt und die Analysten sind skeptisch.

Google Glass: Anschauen und ausprobieren verringert Hemmschwelle

Mit Google Glass hingegen hat Google möglicherweise einen Joker in der Hinterhand, der zwar sicherlich nicht für überschäumende Verkaufszahlen sorgen wird, aber beweisen könnte, dass auch Google in Sachen Innovationskraft nicht hinter Apple zurückstehen muss. Und gerade für eine völlig neue Produkt-Kategorie wie Google Glass bietet sich der Verkauf über eigenen Google Stores ja geradezu an. Denn gerade bei einem so neuartigen Produkt dürfte die Hemmschwelle bei den Kunden entsprechend groß sein.

Shop-in-Shop-Konzept von Google in den USA und im UK

Bislang verfolgte Google lediglich ein Store-in-Store-Konzept: Meist relativ kleine Verkaufsflächen, die für Google-Geräte wie die Nexus-Familie reserviert und nach Googles Design-Richtlinien eingerichtet sind. In den USA betreibt Google diese Shop-in-Shop-Angebote in Zusammenarbeit mit dem Händler BestBuy, in Großbritannien ist es PC World bzw, Dixons, bei denen Google eine eigene Verkaufsfläche hat.