Google Chrome - Ein Browser für alle Geräte

Nachdem Kollege Eckhard kürzlich den Firefox für Android präsentierte, will ich euch auch meinen persönlichen Favoriten unter den mobilen Internet-Browsern näher bringen.

Google Chrome hat ohne Zweifel einen rasanten Aufstieg am PC-Browsermarkt hingelegt. Nach weniger als vier Jahren wird Chrome je nach Statistik schon als meist genutzter Browser der Welt geführt und konnte alte Platzhirsche wie den Internet Explorer einholen und den Firefox überflügeln. Inzwischen bietet Google den Chrome Browser für praktisch alle Plattformen an, egal ob Windows, Linux, Mac OS, Android oder iOS.

Gerade unter den Androidnutzern hatten sich viele gewundert, wie lange Google dort einen anderen Systembrowser verwenden wird. Inzwischen ist diese Hürde gefallen, Google Chrome wurde aus dem Beta Status entlassen und mit dem neuen Nexus 7 Tablet liefert man erstmals Chrome als vorinstallierten Browser aus. Weiterführende Updates durch den Google Play Store oder Apples App Store könnten uns Endkunden zu regelmäßigen Sicherheits- und Feature-Updates verhelfen, ohne dass man ein komplettes Firmware Update durch den Hersteller braucht. Dieser Aspekt ist historisch betrachtet auf der Android-Plattform dringender erforderlich als bei iOS, aber wer weiß wo die Reise hinführt. Am klassischen Desktop-Computer publiziert Google sehr regelmäßig Updates für Chrome, ob sich dieser Trend auch auf die mobilen Systeme übertragen lässt, ist noch unklar.

Synchronisation über alle Ebenen

Für den modernen und mobilen Anwender verschmilzt die Nutzung des Internets zwischen verschiedenen Geräten immer mehr. Wir surfen unterwegs mit dem Smartphone, wenn es mal länger wird mit dem PC oder Laptop und auf der Couch auch gerne mal am Tablet. Da ist es natürlich ganz schön nervig, wenn ich mich unterwegs nicht an meinen gewohnten Bookmarks bedienen kann oder den eben angefangen Artikel unterwegs nicht zu Ende lesen kann, weil ich ihn in meiner Twitter-Timeline nicht mehr wieder finde.

Hier spielen momentan alle Browseranbieter die selbe Karte und meiner Meinung nach spielt Google sie einfach am besten: Der Chrome-Browser wird mit dem Google-Konto verknüpft, was ja eh fast jeder hat, und schon kann munter lossynchronisiert werden. Die Desktop-Version lässt euch Apps, Auto Fill Daten, Lesezeichen, Erweiterungen, den Omnibox-Verlauf, Passwörter, Einstellungen, Designs und geöffnete Tabs synchronisieren. Wer den Chrome-Browser schon länger nutzt, der weiß, dass diese Features Schritt für Schritt Einzug in Chrome gehalten haben. Eine Erweiterung der Features für die mobile Version von Google Chrome halte ich daher für sehr wahrscheinlich.

Momentan versetzt euch die Synchronisation in die glückliche Position, dass, egal ob am Rechner oder beim mobilen Begleiter nach Wahl, Ihr auf der neuen Tab-Seite Zugriff habt auf alle Tabs, die auf dem anderen Geräten ebenfalls geöffnet sind. Zusätzlich befinden sich alle Lesezeichen im ständigen Abgleich mit dem Google Konto und werden in beide Richtungen aktuell gehalten.

Dass man somit in einem ein Backup hat, muss ich wohl kaum erwähnen.

Funktionsumfang von Chrome

Chrome überzeugt durch ein schlichtes Auftreten und verwendet keine unnötigen Verzierungen und begrenzt auch seine Menüs auf das nötigste. In allen Systemen, Desktop wie Mobil, setzt Google auf die sogenannte Omnibox: Eine kombinierte Adress- und Suchleiste, die eure Eingaben sofort auswertet und entweder die URL vervollständigt oder eine Google-Suchanfrage formuliert.

Google Instant versucht dabei nach der Eingabe jedes einzelnen Buchstabens schon die richtigen Ergebnisse zu ermitteln. Dies funktioniert auch bei mittelmäßiger Internetgeschwindigkeit und schlechterem Netz überraschend gut. Auf Wunsch kann man diese Funktion auch auf den WLAN-Modus begrenzen, die Ersparnis im Datenvolumen sollte allerdings nicht allzu groß sein.

Die Verwaltung geöffneter Tabs ist über einen Button in der oberen rechten Ecke geregelt. Nach Drücken dieses Buttons sieht man eine Übersicht aller Tabs untereinander, durch die man zügig durch scrollen kann oder diese direkt über das kleine X am Rande schließt. Sollte man parallel Tabs im normalen Modus sowie im Inkognito-Modus geöffnet haben, sieht man in der Übersicht zwei Stapel von Tabs nebeneinander.

Der Inkognito-Modus ist sowohl am PC als auch am Smartphone verfügbar. Er deaktiviert das Aufzeichnen des Browserverlaufes und löscht beim Schließen der Tabs automatisch den zugehörigen Cache. Das Menü bietet noch ein paar weitere Einstellungen rund um die Schriftgröße, den Desktopmodus, Pop Ups blockieren und den Cache. Im Vergleich zu manch anderem Browser sind die Optionen eher gering, dafür aber übersichtlich.

Beide mobile Varianten bieten auch eine für Tablets optimierte Ansicht, links seht ihr einen Screenshot für Android, rechts für iOS:

 

Chrome als mobiler Standard Browser?

Als Nutzer der Android-Plattform hat man es natürlich etwas leicht im Verlgiech zu den iOS-Nutzern, wenn man seinen Browser wechseln will. Beim erstmaligen Aufrufen eines Links wird euer Android-Gerät fragen, ob ihr Chrome als Standard festlegen wollt und schon könnt ihr den alten Browser vergessen. Unter iOS werden die Links aus anderen Apps weiterhin in Safari geöffnet werden, ein wenig blöd, aber wenn man seine Bookmarks haben will, kann man bei Chrome anfangen und ist einen Schritt weiter als man es vielleicht sonst wäre.

Auch unter Android gibt es einen Wermutstropfen, denn Mindestanforderung an euer System heißt nichts weniger als Android 4.0. Wie wir alle wissen, sind damit so einige Geräte, die noch im Umlauf sind, außen vor. Das Problem lässt sich wohl nur durch die Zeit lösen und ich muss alle mit älteren System mir einer Durchhalteparole hinhalten.

Fazit

Da für mich Chrome am PC, aus Performancegründen, schon lange die erste Wahl ist, lagen die Vorteile der mobilen Version auf der Hand. Mich begleitet als Smartphone momentan ein Samsung Galaxy S3, die Performance im Android-Standardbrowser ist sehr zufriedenstellend, jedoch konnten mich die zusätzlichen Features von Google Chrome durchweg überzeugen. Seitdem ich Google Chrome installiert habe, fristet der Standardbrowser bei mir ein völlig ungenutztes Dasein.

Chrome downloaden und weiterführende Links