Google: Einigung mit französischen Verlegern

Es ist ruhig geworden in den letzten Tagen um die Diskussion über ein Leistungsschutzrecht in Deutschland. In unserem Nachbarland Frankreich hingegen hat sich etwas getan. Google hat sich mit den französischen Verlegern geeinigt.

Einigung nach monatelangen Diskussionen

Monatelang hatte es in Frankreich vergleichbare Diskussionen wie hierzulande gegeben, denn auch französische Verleger sahen ihre Zukunft durch den Internet-Riesen gefährdet. Für den Ernstfall hatte die französische Regierung um Staatspräsident Francois Hollande bereits ein Gesetz in petto, das dem Leistungsschutzrecht, das die deutsche Bundesregierung plant nicht unähnlich ist.

Einmalzahlung für Technologie-Fonds

Nun hat sich der Internet-Konzern Google mit den Verlegern in Frankreich geeinigt: Es wird eine einmalige Zahlung über 60 Millionen Euro geben, der allerdings nicht direkt an die Verleger fließt, sondern in einen neuen Technologie-Fonds. Dieser Fonds soll „Innovationsprojekte für das digitale Publizieren“ unterstützen und den Verlagen somit die Neuausrichtung auf digitale Inhalte erleichtern. Die Verwaltung der Gelder des Fonds liegt gemeinschaftlich bei Google, Vertretern der Verlage und der französischen Regierung.

In Frankreich gab es eine Einigung zwischen Google und den Verlegern, in Deutschland ist der Ausgang noch offen. (Bild: Google)

Google arbeitet mit Verlegern zusammen

Google kündigte darüber hinaus Unterstützung für die französischen Verlage beim Digital Publishing an. Google-Dienste wie AdSense sollen den Verlegern bei der Online-Werbung helfen, um auch auf den Websites und auf Mobilgeräten entsprechende Einnahmen zu generieren, die den Verlagshäusern das Überleben sichern sollen. Eine Einigung hatte es im Dezember 2012 bereits in Belgien gegeben, in Deutschland ist die Lage nach wie vor problematisch.