Google erfasst euren Standort auch ohne Einverständnis: Das könnt ihr tun

Die Google-Suche, weiß wo ihr seid.
Die Google-Suche, weiß wo ihr seid.(© 2018 CURVED)

Auch ohne den aktivierten Standortverlauf weiß Google, wo ihr euch befindet. Wie ihr die Aufzeichnung endgültig abschalten könnt, verraten wir euch hier.

Wer nicht will, dass Google weiß, wo man sich befindet, der sollte die Einstellung "Standortverlauf" in den Einstellungen seines Android-Smartphones deaktivieren. Das rät zumindest Google selbst. "Wenn Sie den Standortverlauf deaktivieren, werden die von Ihnen besuchten Orte nicht mehr gespeichert", heißt es auf einer Support-Seite des Unternehmens. Wie die Associated Press (AP) berichtet, soll das aber nur bedingt helfen. Die Recherche der Nachrichtenagentur hat ergeben, dass Google auch ohne die Option weiß (und speichert), wo ihr seid – ohne eure Erlaubnis.

Google-Dienste erfassen euren Standort

Öffnet ihr zum Beispiel Google Maps, dann erfasst und speichert Google laut AP euren Aufenthaltsort. Auch, um euch die Wettervorhersage in Android anzuzeigen, weiß das Unternehmen in etwa, wo ihr euch befindet. Beide Beispiele ergeben Sinn. Schließlich braucht es sowohl fürs Wetter als auch für die exakte Position zum Navigieren den Standort. AP hat aber auch herausgefunden, dass Google auf den Quadratmeter genau mitschneidet, wo ihr seid, wenn ihr nach Rezepten sucht. Ob ihr ein Android-Telefon oder ein iPhone benutzt, spielt dabei keine Rolle.

Das Ergebnis der Sammelwut zeigt die AP anhand einer Karte des Princeton-Forscher Gunes Acar. Acar hatte den Standortverlauf deaktiviert, Google konnte seinen Aufenthaltsort bei zwei Reisen nach New York trotzdem genau bestimmen. Und was sagt Google dazu? Ein Sprecher äußerte sich gegenüber der AP: "Es gibt eine Reihe verschiedener Möglichkeiten, über die Google den Standortverlauf nutzen kann." Dazu gehören der Standortverlauf, Web- und App-Aktivitäten sowie Standortdienste auf Geräteebene. Nutzer können diese aber jederzeit abschalten und die Daten rückwirkend löschen.

So kann euch Google nicht mehr verfolgen

Einsehen könnte ihr eure Daten unter https://myactivity.google.com/. Auf der Seite meldet ihr euch mit eurem Google-Account an und seht eine Timeline mit allen von auch getätigten Aktivitäten über Google-Dienste. Dazu gehören neben dem Chrome-Browser auch Google Maps, YouTube und der Google Assistant. Um den Standortverlauf auszuschalten, navigiert ihr zum Punkt Aktivitäteneinstellungen und deaktiviert mit einem Klick auf den Schieberegler die Option Standortverlauf.

Weil das aber nicht ausreicht, müsst ihr darüber hinaus im selben Menü die Option Web- und App-Aktivitäten abschalten. Auch hier genügt ein Klick auf den Schieberegler. Dann hört Google nicht mehr nur damit auf, euren Aufenthaltsort mitzuschneiden, sondern speichert auch keine Informationen mehr über euch, die ansonsten durch Websuchen oder andere Aktivitäten gespeichert worden wäre. Das kann dazu führen, dass einige Google-Dienste wie der digitale Assistant Google Assistant nicht mehr so effektiv funktioniert, schützt aber eure Daten.

Außerdem könnt ihr bislang erhobene Daten löschen, wenn ihr auf der "Meine Aktivitäten"-Seite den Punkt Aktivitäten löschen nach anklickt. Dort könnt ihr eure Aktivitäten entweder auf einmal oder sortiert nach Google-Diensten löschen.


Weitere Artikel zum Thema
Sony Xperia XZ2 Premium erhält Android Pie
Francis Lido
Das Xperia ZX2 Premium ist Sonys einziges Smartphone mit Dualkamera
Der Rollout von Android Pie für das Sony Xperia XZ2 Premium hat begonnen. Allerdings hat Sony auf ein großes Feature verzichtet.
Galaxy S9 (Plus): Ab heute könnt ihr Android Pie und One UI auspro­bie­ren
Francis Lido7
Galaxy S9 und S9 Plus bieten ab Werk noch Android Oreo
Für Galaxy S9 und S9 Plus steht Android Pie jetzt als Beta zur Verfügung. Über dem Betriebssystem liegt Samsung neue Benutzeroberfläche One UI.
Smart Displays mit Google Assi­stant sind bald prak­ti­scher für die Küche
Christoph Lübben1
Ein Google Home Hub ist offenbar eine gute Küchenhilfe
Google Home Hub, JBL Link View und Co. werden besser in der Küche. Bald gibt es persönliche Rezept-Empfehlungen auf dem Startbildschirm.

Diese Website verwendet Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Durch die weitere Nutzung der Website stimmen Sie dem zu. Um mehr über die von uns verwendeten Cookies zu erfahren und wie man sie deaktiviert, können Sie unsere Cookie-Richtlinie aufrufen.