Google Fit: Das kann der Apple-Health-Konkurrent

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Google Fit ist die Sammelstelle für Eure Fitness- und Gesundheitsdaten unter Android.
Google Fit ist die Sammelstelle für Eure Fitness- und Gesundheitsdaten unter Android.(© 2014 Google, CURVED Montage)

Mit Google Fit steht auch für Android-Nutzer eine Sammelstelle für Eure Gesundheits- und Fitnessdaten zur Verfügung. CURVED erklärt Euch, was Ihr über den Konkurrenten von Apple Health wissen müsst.

Was macht Google Fit eigentlich genau?

Google Fit besteht grob gesagt aus zwei Teilen. Zum einen ist es eine App, mit der Ihr Eure täglichen Aktivitäten aufzeichnen könnt, zum anderen ist es eine Sammelstelle für Fitness- und Gesundheitsinformationen, die Apps und Geräte von Drittanbietern liefern. Hierzu verfügt die Anwendung über zahlreiche Schnittstellen, um die Aktivitätsdaten aufzeichnen, sichern und lesen zu können.

Welche Apps und Geräte funktionieren mit Google Fit?

Auf Geräten mit Android Wear sollte Google Fit schon ab Anfang an laufen. Ansonsten besteht das gleiche Problem, das Apple mit Health hat. Trotz mehrerer Monate Vorbereitungszeit seit der Vorstellung von Google Fit auf der I/O-Entwicklerkonferenz sind zum Start des Gesundheitsdienstes noch keine kompatiblen Anwendungen und nur wenige Geräte verfügbar. Die Entwickler werden jetzt nach und nach ihre Programme anpassen müssen und auch die Zahl der kompatiblen Geräte wird zunehmen.

Die Developer-Seite von Google Fit gibt zumindest Auskunft darüber, welche Firmen schon im Boot sind – und bei welchen wir bald mit einer Unterstützung von Google Fit rechnen dürfen. Dort finden sich illustre Namen wie Adidas, Asus, Basis, HTC, Intel, LG, MapMyRun, Motorola, Nike+, Noom, Polar, Runkeeper, Runtastic, Strava oder Withings. Über ein kompatibles Gadget von Adidas kursierten bereits Gerüchte.

Welche Daten sammelt Google Fit selber?

Ohne Hilfe von Apps und Geräten von Drittanbietern versucht Google Fit mit Hilfe der Standortbestimmung zu ermitteln, wie viel Ihr Euch bewegt habt. Dabei scheint die Erkennung der Aktivitäten aber noch nicht einwandfrei zu funktionieren, und eine Fahrt mit der S-Bahn wird zu einem sehr rasanten Spaziergang umgedeutet. Ihr könnt aber auch Aktivitäten von Hand eintragen. Zur Zeit könnt Ihr der Anwendung mitteilen, wie lange Ihr gegangen, gelaufen, geradelt seid oder "Sonstiges" gemacht habt. Jedes Mal, wenn Ihr von der Waage kommt, könnt Ihr Euer Gewicht speichern.

Wie bei anderen Fitness-Apps auch könnt Ihr in Google Fit Tagesziele für Schritte und Aktivitätsdauer festlegen. Die Anwendungen schlägt selber Aktivitätsziele aufgrund Eurer vorherigen Leistungen vor.

Was macht Google mit den Daten?

In erster Linie sie Euch anzeigen. Dafür gibt es Diagramme, auf denen die verschiedenen Aktivitäten erscheinen. Beim Gewicht mutet es dagegen merkwürdig an, dass die App gerne rund um die Uhr alle Schwankungen anzeigen will. Bei der Herzfrequenz, die von externen Sensoren angeliefert wird, ergibt eine nahtlose Darstellung dagegen schon deutlich mehr Sinn.

Mich würde es nicht wundern, wenn Google die Daten nutzt, um mein Profil zu schärfen und mir an anderer Stelle zu meinen Aktivitäten oder Gewicht passende Werbung anzeigt. Dass die Daten weiter verkauft oder weiter gegeben werden, halte ich dagegen für unwahrscheinlich. Damit würde der Konzern sein eigenes Geschäftsmodell untergraben. Eine eigene Datenschutzerklärung habe ich in Google Fit allerdings nicht gefunden.

Kann ich Google Fit auch mit relevanten Daten versorgen ohne meinen Standort zu verraten?

Klar, wenn Ihr eine App oder ein Fitnessarmband benutzt, das keine Standortdaten erfasst, und dessen Daten in Google Fit einfließen lasst.

Auf welchen Geräten läuft Google Fit?

Nach Angaben von Google funktioniert die App von Google Fit auf allen Geräten, auf denen mindestens Android 4.0 läuft und allen Gadgets mit Android Wear. Zudem ist das Portal auch über Euer Google-Konto unter www.google.com/fit im Browser erreichbar – zumindest theoretisch. Praktisch sind dort - beim Verfassen dieses Artikels - noch keine Daten zu finden.

Ihr habt noch mehr Fragen zu Google Fit? Dann ab damit in die Kommentare.


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