Google: Games mit In-App-Käufen nicht mehr "kostenlos"

Google will vor teuren In-App-Käufen schützen.
Google will vor teuren In-App-Käufen schützen.(© 2014 CURVED)

Der Konzern kommt einer Aufforderung der Europäischen Kommission nach und setzt strengere Richtlinien im Google Play Store um. Damit sollen teure App-Rechnungen von Kindern verhindert werden.

Beschwerden von Eltern

Android-Apps, die In-App-Käufe integriert haben, listet Google im Play Store künftig nicht mehr als kostenlos und sind nicht mehr in den Top-Listen der kostenlosen Anwendungen zu finden. Diese Änderung hat der Konzern am Freitag angekündigt. Die neue Richtlinie basiert jedoch nicht auf Eigeninitiative.

Die Europäische Kommission hatte die Betreiber von App Stores kritisiert, weil es immer wieder zu hohen Rechnungen durch In-App-Zahlungen kam. Die versteckten Kosten betrafen vor allem Eltern, deren Kinder in die Irre geführt wurden, lautete der Vorwurf.

Apple wartet mit Sicherheitsmaßnahmen

Bis Ende September will Google die Änderung im Play Store umgesetzt haben. Unklar ist noch, ob die Maßnahme nur in Europa oder auch anderen Märkten des Play Stores getroffen wird.

Von der Kritik der Kommission ist auch Apple betroffen. Der Konzern betonte, ebenfalls die vorgeschlagenen Richtlinien der EU umzusetzen. Wie die verstärkte Sicherheit im App Store aussehen soll, ließ das Unternehmen jedoch noch nicht durchblicken. In den USA musste Apple bereits Schadenszahlungen an betroffene Eltern leisten.


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